Mittwoch, Oktober 31, 2007

pure vernunft darf niemals siegen.

er macht es mir verdammt schwer, eine entscheidung zu treffen. ich hätte es ihm natürlich auch sehr übel genommen, wenn er das nicht tun würde, denn dann hätte ich mich ja in ihm getäuscht und das hätte ich mich wirklich nur sehr ungern.

der kampf „herz vs. verstand“ ist ein erbitterter. und er macht keinen spaß. er macht, dass ich nachts mit musik auf den ohren durch die straßen ziehe, weil ich nicht schlafen kann. obwohl das mit der musik eigentlich nicht besonders schlau ist. immerhin werde ich bis in alle ewigkeit bei den songs, die ich jetzt höre, an diese zeit denken. und da man ja nicht weiß, wie es ausgehen wird, kann das wahlweise gut oder schlecht sein. die totale katastrophe oder der absolute glücksfall. kann ich es wirklich riskieren, später bei meinen lieblingssongs an all das hier erinnert zu werden? jetzt billigend in kauf nehmen, dass ich sie (und mich) später dafür hassen werde? und was wäre die alternative? musik hören, die ich nicht mag? eben.

Dienstag, Oktober 30, 2007

menno.

der selbstverständliche held meines alltags meldet sich nicht. dabei hatte ich ihm doch gestern via sms folgendes mitgeteilt: "hättest du nicht längst bemerken müssen, dass es gerade mal wieder an der zeit ist, meinen tag zu retten? wie wäre mir egal."
und was passiert? nichts. wenn nicht mal mehr auf ihn verlass ist...

Montag, Oktober 29, 2007

los. stop. schade.

schönes wochenende. viel geredet, viel gelacht, viel gesungen, viel gefeiert, viel getrunken, wenig geschlafen. und am ende die bittere erkenntnis: das mit uns wird nichts.

er ist der tollste von allen. wirklich. alles an ihm ist unglaublich toll: wie er redet, was er sagt, wie er lacht und worüber. die leidenschaft mit der er tut, was er tut. wie er die augenbrauen zusammenzieht, wenn er sich konzentriert. die art und weise wie er wild gestikulierend und mit roten wangen und leuchtenden augen auf sein gegenüber einredet, wenn er über dinge spricht, die er gern mag. ich mag alles an ihm. dass er nie einen namen vergisst, den ich in einem belanglosen nebensatz erwähnt habe, weiß, wie ich meinen kaffee trinke, dass er anderen gegenüber nie respektlos ist, dass er seine meinung vertritt, ohne rechthaberisch zu sein, dass er andere gern gewinnen lässt, aber nicht will, dass sie das bemerken, dass er türen öffnet, sich nie vorschnell ein urteil erlaubt und sich nie verstellt.

niemand wird verstehen, dass ich trotzdem „nein“ sagen muss.

auch wenn’s arrogant klingt: das ist mir alles zu unecht. zuviel gedöns drumrum, zu viele leute, die das nicht aus leidenschaft, sondern aus profitgier tun. keine freunde, die zu mitarbeitern geworden sind, sondern umgekehrt. angestellte halt, die geld dafür bekommen. da mischen zu viele menschen mit, die meinungen machen und in richtungen schubsen und sagen, was sie nicht wirklich meinen. zuviel fassade, hinter der es nichts zu entdecken gibt.

alles gar nicht seine schuld, aber es ist all das, was ich verachte, nicht verstehe und mit dem ich nichts zu tun haben will.

aber mit ihm will ich zu tun haben.



und nein.. das ist keine frage von „ist er es wert?“.

Mittwoch, Oktober 24, 2007

Sonntag, Oktober 07, 2007

"es müsste immer musik da sein, bei allem, was du machst. und wenn's so richtig scheiße ist, ist wenigstens noch musik da. und an der stelle, wo's am allerschönsten ist, da müsste die platte springen und du hörst immer nur diesen einen moment."

(aus "absolute giganten")

Samstag, Oktober 06, 2007

wäre er echt

youtube ist eine scheiß-erfindung! man muss mir wirklich nicht so plakativ vor augen führen, was ich verpasst habe. FUCK.

you are freaking me out

zugegeben – ich war zuerst ein bisschen neidisch. während der ständige held meines alltags sich chuck ragan und die herren potter live im „substage“ ansehen würde, war ich schlecht gelaunt auf dem weg in richtung westfalenstadion.
nicht, dass wir uns an dieser stelle missverstehen: ich wollte es nicht anders. nicht nach der katastrophalen vorstellung in berlin, nicht nach der blamage gegen hamburg und auch nicht nach der leistungsverweigerung in karlsruhe. natürlich war ich sauer, natürlich hab ich den ein oder anderen spieler zum teufel gewünscht, natürlich hab ich geschimpft und gebrüllt und natürlich hab ich mich gefragt, wieso ich mir das immer wieder antue. aber im grunde genommen ist es einfach zu erklären: es ist MEINE mannschaft. in guten und in schlechten zeiten. bis dass der tod uns scheidet.

außerdem gibt es ja auch immer wieder spiele wie gestern gegen bochum, die dir die frage nach dem „warum“ und „weshalb“ unmissverständlich beantworten.
irgendwie war von der ersten minute an feuer unterm dach. dieses unterschwellige brodeln, das ungeduldige mit den füßen scharren des nebenmannes, die trotzig gebrüllten schlachtrufe, die geballte faust in der tasche, die zusammengebissenen zähne und der grimmige „jetzt erst recht!“-blick. du merkst es schon beim betreten deines blocks und du hoffst, dass die mannschaft auf dem platz es auch merkt.
sie haben es gemerkt. sie sind gerannt, haben gegrätscht und gras gefressen. alles, was wir in den letzten wochen so schmerzlich vermisst haben. der kapitän fliegt vom platz und du weißt, dass es egal ist, dass sich niemand davon verunsichern lassen wird, dass es nicht beim unentschieden bleiben wird, sondern dass deine jungs gewinnen werden. unterzahl hin oder her. dein blick geht immer wieder zum viel gescholtenen torhüter, der die tribüne hinter sich mit wilden gesten anstachelt, als bräuchte er die tobende menge hinter sich mehr als irgendwann vorher. und der mob tut ihm den gefallen nur zu gern.
plötzlich ist alles wieder da. das herzklopfen bis zum hals, die fingernägel, die sich schmerzhaft in die handfläche bohren, der ständige blick vom schiri zur uhr und wieder zurück, das atem anhalten und das gefühl, vor lauter anspannung gleich durchzudrehen. du blickst in die gesichter der menschen, mit denen du das woche für woche, monat für monat und jahr für jahr erlebst und du siehst den gleichen anflug von panik in ihren augen.
und dann: abpfiff.
25000 menschen auf der süd drehen durch. du fällst leuten um den hals, die du heute zum ersten und wahrscheinlich auch letzten mal gesehen hast. egal. es ist nicht DEINE, sondern EURE mannschaft.

auf der heimfahrt sagt der präsident: „mal ehrlich, DAS ist doch viel geiler, als ein souverän herausgespielter 4:0 sieg, oder?“
ja. isses.

Freitag, Oktober 05, 2007

„der moment auf den du wartest, wird ganz allein von dir selbst bestimmt.“

Donnerstag, Oktober 04, 2007

Dienstag, Oktober 02, 2007

ab heute bin ich also nichtraucher. und zwar aus überzeugung.
okay... ob und wie lange ich durchhalte, wie schwer es tatsächlich ist, wie oft ich meinem inneren schweinehund den stinkefinger zeigen werde und wie viele male selbiger mir das leben zur hölle machen wird, wird sich zeigen.
im moment bin ich jedenfalls wahnsinnig euphorisch, finde es super, schon 18 stunden nicht geraucht zu haben und vermisse es auch nicht. stattdessen denke ich dauernd: „ich bin nicht länger von dem chemie-kram abhängig, rauchen ist eine kettenreaktion und ICH stoße die kette nicht an, eine fremdsprache zu lernen ist am anfang auch nicht leicht…“

ab jetzt lautet mein mantra:
„nur raucher müssen rauchen und ICH BIN KEIN RAUCHER MEHR, VERDAMMT!“

zur sicherheit habe ich mir allerdings den podcast der radiosendung runtergeladen, die für das „projekt nichtraucher“ zuständig war
(danke you fm, danke daniel hartwich *g*)

Sonntag, September 09, 2007

hätte, wäre, wenn...

„es geht immer um emotionen. völlig egal, ob sie gut oder schlecht sind, sie zeigen dir, dass du am leben bist. manchmal möchtest du singen und tanzen vor glück, manchmal fragst du dich, wie du das alles ertragen sollst, ohne komplett durchzudrehen oder aufzugeben. aber egal, wie schlimm oder aussichtslos dir eine situation erscheint: es ist besser, als sich ständig in dieser grauzone der gleichgültigkeit zu bewegen. gleichgültig ist emotionslos und emotionslos ist gleichbedeutend mit tot. wenn dich nichts mehr berührt, kannst du es gleich sein lassen.“
(o-ton thorsten)

„und schmerz macht lebendig, schmerz macht frei, und survival never goes out of style.“
(muff potter, von wegen)

„melancholie ist die freude am traurig sein.“


gruselig, dass man sich in seinem selbstmitleid so gut fühlen kann. aber so isses nun mal. ich sitze mit tränen in den augen und grummeln im magen hier rum, tue mir selbst leid und stelle fest, dass thorsten – wie immer – recht hat. es SIND emotionen. und sie beweisen mir, dass ich lebe. okay, auf die beschissenste art und weise, die man sich so vorstellen kann, aber immerhin.
im grunde genommen weiß ich ja, dass leben immer wie achterbahn fahren ist und dass sich oben und unten abwechseln. es überrascht mich nur, in welcher geschwindigkeit das passiert und dass es nach unten immer schneller geht als nach oben. vor einer woche saß ich noch am strand von warnemünde und wusste vor lauter glück und zufriedenheit überhaupt nicht wohin mit mir, zwei tage später kam es mir vor, als läge das bereits wieder lichtjahre zurück.
ein einziger satz und alles lag in scherben. und das nur, weil ich mich entschlossen hatte, dass der kerl mein bedinungsloses vertrauen verdient hätte und weil ich sicher war, dass er es nicht missbrauchen würde. haha.

Donnerstag, September 06, 2007

elend #27

aufstehen,
atmen,
anziehen
und hingehen.

zurückkommen,
essen
und einsehen zum schluss,
dass man weitermachen muss.

Mittwoch, September 05, 2007

i hate the way you make me feel

and the reason is:
"eifersucht beschreibt eine meist unangenehm behaftete emotion, die man bei einer nicht oder nur in ungenügendem maße erhaltenen anerkennung (aufmerksamkeit, liebe, respekt oder zuneigung) jemand anderem gegenüber verspürt.
...
außer aus besitzdenken kann eifersucht noch aus anderen emotionen gespeist werden, die mit durchaus realen bedürfnissen zusammenhängen. zu diesen gehören: angst, den oder die geliebte zu verlieren; trauer über den verlust der gemeinsamen zukunft; sich ausgeschlossen fühlen aus dem erleben der liebenden; unsicherheit über den eigenen wert und angst davor, ohne den partner sein leben meistern zu müssen. zu dieser verlustangst mischen sich nicht selten gefühle der herabwürdigung und eigenen minderwertigkeit, wut und einsamkeit, wie scham über eine empfundene soziale demütigung oder einem gefühl der verantwortung für das verhalten des partners; konkurrenzdenken, besser als jemand anders sein zu müssen, um liebenswert zu sein; neid auf den anderen, der in seinem werben "erfolgreicher" war. es droht subjektiv der verlust der partnerschaftlichen bindung und der damit verbundenen intimität, sicherheit oder des stolzes, der damit verknüpften lebensgewohnheiten oder der umgebung.
...
eifersucht setzt 1 subjekt, aber 2 objekte voraus: das objekt des besitzanspruches, bzw der verlustangst (den partner) und das objekt der eifersucht, die bedrohung (den "eindringling" in die zweierbeziehung). objekt der verlustangst ist immer eine person. objekt der eifersucht ist meist ebenfalls eine person, kann allerdings theoretisch alles sein, durch das jemand seinen besitzanspruch oder seine besondere position im leben eines anderen gefährdet sieht."


wie auch immer. es fühlt sich scheiße an.

Dienstag, September 04, 2007

"das möchte ich mal sehen, wenn hier so ein boot vorbei schifft!"






wahnsinn, wie nur zwei tage die perspektive verändern. wie schnell man vergisst! und wie egal das, was einen sonst ständig beschäftigt, ist, nur weil man 499 km von den eigenen vier wänden, job-routine, alltagstrott und zuviel zeit zum nachdenken entfernt ist. und komisch, dass mir erst jetzt, wo ich wieder zu hause bin, auffällt, dass ich 48 stunden an nichts von all dem gedacht habe.

blauer himmel, strahlender sonnenschein, sand zwischen den zehen, vom wind zerzaustes haar und rote wangen, möwengekreische und das brausen der meeresbrandung in den ohren, barfuß im wasser herumwaten, an der strandpromenade und dem alten hafen entlang schlendern, nachts dick eingepackt am strand sitzen und dem hell erleuchteten luxusliner beim auslaufen aus dem hafen zusehen. und mit den menschen, mit denen ich am liebsten meine zeit verschwende, dummes zeug reden, wein trinken und die lachtränen aus den augen wischen.
schön war’s.

Donnerstag, August 30, 2007

kulturkampf musik

"die angst vor dem tod ist eng damit verbunden, dass ich meine cd-sammlung wahrscheinlich nicht mit ins jenseits mitnehmen kann."

heute im "kulturkampf musik"-forum der visions gelesen und gedacht: "FUCK! wieso ist MIR das nicht eingefallen?"

Montag, August 27, 2007

heartbreaker.

"moon river wider than a mile
i'm crossing you in style some day
oh dreammaker, you heartbreaker,
wherever you're going i'm going your way
two drifters off to see the world
there's such a lot of world to see
we're after the same rainbows end
waiting 'round the bend,
my huckleberry friend
moon river and me."


mein absolutes lieblingslied ever. da schließt sich der kreis :-)

Donnerstag, August 23, 2007

ok computer

dass ich alles an dem viertel, in dem ich lebe, toll finde und nirgends anders mehr sein möchte (okay, in hamburg, aber das ist ja ein anderes thema *g*), hab ich in einem unwichtigen nebensatz ja bereits mal erwähnt. jetzt aber kann ich es konkret begründen, noch dazu in zwei worten: OK COMPUTER. so heißt nämlich der computerladen bei mir um die ecke. noch fragen?

Donnerstag, August 16, 2007

loyal to none

all the people say have a nice day
what they mean man i don't care
what they say don't wanna hear it no more
it's just a trick to keep me out of the door
i don't need it
i don't want it
i don't feel it

they try to keep me in their line
they just want me to do fucking it fine
all i wanna say is fuck you all
i am not your stupid doll

Montag, August 13, 2007

hail to the freaks

ich per sms:
„auf die gefahr hin, dass ich dir mit meinem musik-tick furchtbar auf den wecker gehe: die beatsteaks kommen nach kassel. k a s s e l. DAS kassel. UNSER kassel.“

freundin per sms:
„DU GEHST MIR GANZ UND GAR NICHT AUF DEN KEKS! wann denn? da simmer natürlisch daaabei …“

ich:
„am 11. dezember, stadthalle. 23 euro. ich bestell mal die tickets, bevor’s keine mehr gibt.“

freundin:
„rrrrischtisch… ick freu mir.“

ich:
„und icke erst.“

love hurts

edit:
kettcar, jupiter jones, 5bugs, muff potter, turbostaat, noch mal muff potter, beatsteaks, monta, mando diao… und das alles live, in farbe und innerhalb von drei wochen. ick freue mir.

haha. von wegen.
kein turbostaat, dafür noch mal 5bugs. auch gut. und auch tatsächlich wieder gut.
dann madsen. mag ich nicht, kenne ich auch nicht viel von, aber live zumindest so, dass mir meine vorurteile nach drei liedern leid tun. fan werde ich aber in diesem leben wohl nicht mehr.
abgesehen davon hab ich mein herz ja schon an eine andere band verschenkt. und was heisst hier eigentlich „verschenkt“? ich hab’s ihnen mit schmackes hinterher geworfen. jawohl. und das auch noch gern und jedes mal wieder. so auch freitag. sorry, aber muff potter ist immer ein bisschen wie sterben.
da ich aber nicht gestorben bin, hab ich danach noch die beatsteaks gesehen. im strömenden regen. vielleicht war’s gerade deswegen so geil. live so dermaßen der hammer. erwartungen übertroffen. jeder weitere kommentar überflüssig. punkt.

der samstag hat von vornherein keine chance gegen den freitagabend. nicht h-blockx, nicht bela b., nicht the films und erst recht nicht die sportfreunde stiller. vor letzteren konnte ich glücklicherweise aber sowieso rechtzeitig flüchten.

sonntag hätte ich wilson jr., lost alone und mando diao sehen können. stattdessen habe ich mich entschieden, meiner mannschaft beim start in die neue bundesliga-saison beizustehen. und diesen beistand hatten sie bitter nötig. auch wenn’s am ende nichts genützt hat. 1:3 untergegangen. eine erbärmliche leistung. alle hoffnungen nach den furiosen auftritten in der vorbereitung zum teufel. scheiße.

fazit: es hätte ein sehr schönes wochenende sein können. und es ist wie immer, die fahrten nach dortmund sind sehr lustig, wenn wir uns nicht immer dieses gekicke ansehen würden. vielleicht sollten wir am nächsten heimspiel-samstag direkt zum area4 durchfahren. rein zufällig spielt da eine tolle band, der ich mein herz hinterher werfen könnte. wenn die fußballer es schon nicht wollen.