die zeit ist reif für tränen, schweiß und blut
für ein ehrliches stück grundsolides leben!
die zeit ist reif für massenweise mut,
für die allerletzte ruhe vor dem beben!
als wäre das so einfach zu verstehen,
als gäb’s hier lebensziele zu verschenken.
mir ist ja schließlich freigestellt zu gehen,
wie wenig braucht’s um herzen zu verrenken!?
und life goes on.
und irgendwie mach ich das schon!
schlimmer wird’s von ganz allein...
und trotzdem bleibt es immer gleich,
ich schlage auf und stell mir vor,
was wäre wenn’s noch schlimmer wird,
den immer gleichen satz im ohr:
das atmen sich wohl trotzdem lohnt,
das schicksal niemals wen verschont,
die straße ist nicht immer eben
und grad’ deswegen: auf das leben!
hey, hey... life goes on!
hätte es einen schöneren soundtrack zur apokalypse geben können???
Mittwoch, September 27, 2006
Sonntag, September 24, 2006
love at first sight
den schönsten tag der vergangenen woche verdanke ich einem menschen, den ich bis dahin gar nicht kannte. und kennengelernt haben wir uns eigentlich auch nur, weil ich auf die anzeige geantwortet habe, die er aufgegeben hat.
es war liebe auf den ersten blick.
verliebt hab ich mich allerdings nicht in den netten, jungen mann mit den blonden haaren und den blauen augen, sondern in die wohnung, für die er einen nachmieter suchte.
wir waren zwei tage nach der wohnungsbesichtigung vor dem bauverein verabredet, bei dem wir die formalitäten zu erledigen hatten. nachdem wir das erfolgreich hinter uns gebracht hatten und wieder auf der straße standen, fragte er mich, ob er mich auf ein eis einladen dürfte. er durfte. und so schlenderten wir mit stracciatella- und erdbeer-joghurt-eis bewaffnet durch die stadt zum fuldaufer. genauer gesagt zur karl-branner-brücke.
wir saßen bei strahlendem sonnenschein, blauem himmel und leichtem wind mitten auf der brücke, ließen die beine baumeln und beobachteten die ausflugsdampfer, die kleinen motorboote und die ruderer, die ein paar meter unter uns unterwegs waren. die regattawiese und die karlsaue direkt vor augen, im hintergrund gedämpft der straßenlärm von der fuldabrücke, mittendrin und gleichzeitig so weit weg von allem... der perfekte platz um mal wieder feststellen, dass diese stadt deutlich besser ist als ihr ruf.
ich kann nicht genau sagen, wie lange wir dort gesessen und uns unterhalten haben. was zum einen an der kulisse, zum anderen natürlich an meinem äußerst charmanten gesprächspartner lag.
er erzählte mir, was er an dem viertel in dem er wohnt, besonders mag und ich musste lachend gestehen, dass ich aus exakt diesen gründen dort wohnen will. denn dort wird schon mal spontan auf dem bürgersteig gegrillt oder tango getanzt und das erscheint mir doch sehr erstrebenswert. überhaupt erscheint mir alles an diesem viertel erstrebenswert.
er zieht leider nicht einfach nur in eine andere wohnung, sondern in eine andere stadt. aber wir haben eine abmachung: wenn er am wochenende herkommt, bekommt er von mir und meiner mitbewohnerin nicht nur kaffee und kuchen, sondern selbstverständlich auch eine schlafgelegenheit. und er steht ganz oben auf der gästeliste für die einweihungsfete.
„wir hören voneinander. oder noch besser: wir sehen uns wieder, oder?“
:-)
es war liebe auf den ersten blick.
verliebt hab ich mich allerdings nicht in den netten, jungen mann mit den blonden haaren und den blauen augen, sondern in die wohnung, für die er einen nachmieter suchte.
wir waren zwei tage nach der wohnungsbesichtigung vor dem bauverein verabredet, bei dem wir die formalitäten zu erledigen hatten. nachdem wir das erfolgreich hinter uns gebracht hatten und wieder auf der straße standen, fragte er mich, ob er mich auf ein eis einladen dürfte. er durfte. und so schlenderten wir mit stracciatella- und erdbeer-joghurt-eis bewaffnet durch die stadt zum fuldaufer. genauer gesagt zur karl-branner-brücke.
wir saßen bei strahlendem sonnenschein, blauem himmel und leichtem wind mitten auf der brücke, ließen die beine baumeln und beobachteten die ausflugsdampfer, die kleinen motorboote und die ruderer, die ein paar meter unter uns unterwegs waren. die regattawiese und die karlsaue direkt vor augen, im hintergrund gedämpft der straßenlärm von der fuldabrücke, mittendrin und gleichzeitig so weit weg von allem... der perfekte platz um mal wieder feststellen, dass diese stadt deutlich besser ist als ihr ruf.
ich kann nicht genau sagen, wie lange wir dort gesessen und uns unterhalten haben. was zum einen an der kulisse, zum anderen natürlich an meinem äußerst charmanten gesprächspartner lag.
er erzählte mir, was er an dem viertel in dem er wohnt, besonders mag und ich musste lachend gestehen, dass ich aus exakt diesen gründen dort wohnen will. denn dort wird schon mal spontan auf dem bürgersteig gegrillt oder tango getanzt und das erscheint mir doch sehr erstrebenswert. überhaupt erscheint mir alles an diesem viertel erstrebenswert.
er zieht leider nicht einfach nur in eine andere wohnung, sondern in eine andere stadt. aber wir haben eine abmachung: wenn er am wochenende herkommt, bekommt er von mir und meiner mitbewohnerin nicht nur kaffee und kuchen, sondern selbstverständlich auch eine schlafgelegenheit. und er steht ganz oben auf der gästeliste für die einweihungsfete.
„wir hören voneinander. oder noch besser: wir sehen uns wieder, oder?“
:-)
Dienstag, September 05, 2006
böse fehler
- sonntags auf fremden sportplätzen auftauchen
- IHN entdecken
- herz in die hose rutschen lassen
- pulsschlag verdreifachen
- aus der ferne anschmachten
- "sprech ich ihn an? sprech ich ihn nicht an?"-spielchen
- wissen, dass man ihn sowieso anspricht
- herzrasen und schweißnasse hände haben
- allen mut zusammennehmen
- ansprechen
- noch immer toll finden
- noch immer haben wollen
- egal finden, dass er inzwischen familie hat
- "if you're not the one" im radio NICHT wegdrücken
- mit tränen in den augen auto fahren
- verkehrsinsel übersehen
- ihn NICHT endlich vom sockel schubsen
- im internet nach ihm suchen
- finden
- e-mail schreiben
- keine antwort bekommen
- hoffnung nicht aufgeben
- ausreden erfinden
- nahrungsaufnahme einstellen
- alte tagebücher lesen
- toto hören
- betrinken
- betrunken freunde vollheulen
- nüchtern freunde vollheulen
- foto anstarren
- den kampf "herz" vs. "verstand" das herz gewinnen lassen
- wissen, dass das die schlechteste lösung ist
- die schlechte lösung trotzdem gut finden
- hoffnung nicht aufgeben
- hoffnung nicht aufgeben
- hoffnung nicht aufgeben ...
- IHN entdecken
- herz in die hose rutschen lassen
- pulsschlag verdreifachen
- aus der ferne anschmachten
- "sprech ich ihn an? sprech ich ihn nicht an?"-spielchen
- wissen, dass man ihn sowieso anspricht
- herzrasen und schweißnasse hände haben
- allen mut zusammennehmen
- ansprechen
- noch immer toll finden
- noch immer haben wollen
- egal finden, dass er inzwischen familie hat
- "if you're not the one" im radio NICHT wegdrücken
- mit tränen in den augen auto fahren
- verkehrsinsel übersehen
- ihn NICHT endlich vom sockel schubsen
- im internet nach ihm suchen
- finden
- e-mail schreiben
- keine antwort bekommen
- hoffnung nicht aufgeben
- ausreden erfinden
- nahrungsaufnahme einstellen
- alte tagebücher lesen
- toto hören
- betrinken
- betrunken freunde vollheulen
- nüchtern freunde vollheulen
- foto anstarren
- den kampf "herz" vs. "verstand" das herz gewinnen lassen
- wissen, dass das die schlechteste lösung ist
- die schlechte lösung trotzdem gut finden
- hoffnung nicht aufgeben
- hoffnung nicht aufgeben
- hoffnung nicht aufgeben ...
Freitag, August 11, 2006
rrrock it hard
donnerstags wird gerockt auf hr3. und wünsche erfüllt. manchmal sogar welche für mich :-)
und das ging so:
-------- Original-Nachricht --------
Datum: Thu, 10 Aug 2006 22:06:20 +0200
Von: "jan"
An: studio@hr3.de
Betreff: rrrock it hard @open flair 2006
hallo minou,
ich bin morgen anläßlich des open flairs in nordhessen zu besuch! und da ich weiß, dass meine freundin mella - die mich auf besagtes festival begleiten wird - bis mitternacht auf jeden fall euren sender hört, würde ich sie gern auf diesem besonderen weg grüßen... am liebsten natürlich mit einem song von ihrer lieblingsband donots!!!
liebe mella, ich freu mich, dich zu sehen und morgen wird gerockt bis die möbel oben hängen!!!
viele liebe grüße aus münster ...
ach ja... gespielt haben sie „we're not gonna take it“
und das ging so:
-------- Original-Nachricht --------
Datum: Thu, 10 Aug 2006 22:06:20 +0200
Von: "jan"
An: studio@hr3.de
Betreff: rrrock it hard @open flair 2006
hallo minou,
ich bin morgen anläßlich des open flairs in nordhessen zu besuch! und da ich weiß, dass meine freundin mella - die mich auf besagtes festival begleiten wird - bis mitternacht auf jeden fall euren sender hört, würde ich sie gern auf diesem besonderen weg grüßen... am liebsten natürlich mit einem song von ihrer lieblingsband donots!!!
liebe mella, ich freu mich, dich zu sehen und morgen wird gerockt bis die möbel oben hängen!!!
viele liebe grüße aus münster ...
ach ja... gespielt haben sie „we're not gonna take it“
Montag, Juli 31, 2006
i'm as happy as can be
das leben ist schöööhöön!!!
mit einem guten buch in der karlsaue auf der wiese sitzen, stundenlang im straßencafe backgammon spielen, open-air kino, spontan am fuldaufer grillen, nächtelang draußen auf dem bordstein sitzen und leute gucken und mit der lieblingsmusik auf den ohren und einem breiten grinsen im gesicht nachts durch die straßen schlendern... ich hatte schon gesagt, dass ich das leben gerade schön finde, oder???
außerdem ist zissel und dann ist es gleich noch mal doppelt so schön in dieser stadt! selbst wenn man wie tobi und ich (und WEM anders hätte das auch passieren können???) in einen platzregen gerät und mit komplett durchnässten klamotten bei den sweethearts in der ersten reihe stehen und frieren muss. wir sahen aus wie nasse ratten und haben uns die ganze zeit drüber kaputtgelacht. und weil wir sowieso schon triefend nass waren, sind wir nachts im strömenden regen nach hause gerannt, haben lauthals „no tomorrow“ gesungen, mit einer leeren bierdose und einem hauseingang ein elfmeterschießen veranstaltet und sind in jede pfütze gesprungen, die uns in den weg kam.
und bevor hier irgendwelchen fragen aufkommen: ja, das war extrem albern und nein, ich möchte mich nicht meinem alter entsprechend benehmen. eigentlich glaube ich im moment nicht mal, dass ich das IRGENDWANN wieder möchte. wieso sollte ich nicht vor lauter glück singen und tanzen, wenn mir doch danach ist...
... "when i'm dancing with you
tomorrow doesn't matter.
turn that music up
'till the windows start to shatter
'cause you're the only one who can get me on my feet
and i can't even dance"
mit einem guten buch in der karlsaue auf der wiese sitzen, stundenlang im straßencafe backgammon spielen, open-air kino, spontan am fuldaufer grillen, nächtelang draußen auf dem bordstein sitzen und leute gucken und mit der lieblingsmusik auf den ohren und einem breiten grinsen im gesicht nachts durch die straßen schlendern... ich hatte schon gesagt, dass ich das leben gerade schön finde, oder???
außerdem ist zissel und dann ist es gleich noch mal doppelt so schön in dieser stadt! selbst wenn man wie tobi und ich (und WEM anders hätte das auch passieren können???) in einen platzregen gerät und mit komplett durchnässten klamotten bei den sweethearts in der ersten reihe stehen und frieren muss. wir sahen aus wie nasse ratten und haben uns die ganze zeit drüber kaputtgelacht. und weil wir sowieso schon triefend nass waren, sind wir nachts im strömenden regen nach hause gerannt, haben lauthals „no tomorrow“ gesungen, mit einer leeren bierdose und einem hauseingang ein elfmeterschießen veranstaltet und sind in jede pfütze gesprungen, die uns in den weg kam.
und bevor hier irgendwelchen fragen aufkommen: ja, das war extrem albern und nein, ich möchte mich nicht meinem alter entsprechend benehmen. eigentlich glaube ich im moment nicht mal, dass ich das IRGENDWANN wieder möchte. wieso sollte ich nicht vor lauter glück singen und tanzen, wenn mir doch danach ist...
... "when i'm dancing with you
tomorrow doesn't matter.
turn that music up
'till the windows start to shatter
'cause you're the only one who can get me on my feet
and i can't even dance"
Donnerstag, Juli 20, 2006
a midsummer night's dream
wenn man in einer festspielstadt aufgewachsen ist, sind berühmte schauspieler am nebentisch im cafe keine sensation. wenn man zum ensemble gehört schon mal gar nicht, denn dann sitzt man unter umständen schon mal neben helen schneider in der maske oder darf julian weigend beim anziehen helfen. außerdem wird man selbst von den großen stars nie als statist oder assistentin behandelt, sondern eben als teil des ganzen und das ist - nicht nur für mich - das schönste an den festspielen.
wenn man allerdings in der festspielkantine plötzlich von axel prahl mit einem breiten grinsen und einem augenzwinkern bedacht wird, darf einem das durchaus komisch vorkommen. ich drehe mich um, um zu sehen, wer hinter mir sitzt. niemand. hm. ich schiele vorsichtig wieder zu ihm rüber. er grinst noch breiter, deutet auf seine brust, dann auf mich. ich sehe an mir runter. oh, achsoooooo... ich verstehe endlich und grinse zurück.
dass ausgerechnet ein band-shirt mir zu einem smalltalk mit meinem lieblings-tatort-kommisar verhilft ...
wenn man allerdings in der festspielkantine plötzlich von axel prahl mit einem breiten grinsen und einem augenzwinkern bedacht wird, darf einem das durchaus komisch vorkommen. ich drehe mich um, um zu sehen, wer hinter mir sitzt. niemand. hm. ich schiele vorsichtig wieder zu ihm rüber. er grinst noch breiter, deutet auf seine brust, dann auf mich. ich sehe an mir runter. oh, achsoooooo... ich verstehe endlich und grinse zurück.
dass ausgerechnet ein band-shirt mir zu einem smalltalk mit meinem lieblings-tatort-kommisar verhilft ...
Dienstag, Juli 11, 2006
Montag, Juli 03, 2006
as tears go by
die bates waren ganz sicher nicht die beste band der welt und zimbl für andere nichts weiter als ein poser. aber welche rolle spielt das, wenn er gleichzeitig der persönliche punkrock-held ist?
in den zahlreichen nachrufen für zimbl hab ich etwas gefunden, das ich so nur unterschreiben kann: „in nordhessen und im südlichen westfalen waren die bates mehr. es war die band, zu deren songs man sich als braver gymnasiast anfang der 90er durch die pubertät rebellierte, das erste dosenbier stach und skateboards shredderte, weil man zu dämlich für die tricks aus den videos war. und es war die band, mit dessen leadsänger man jahre später vor dem auftritt in einen fluß kotzte.“
völlig richtig. bei den bates ging es nicht vorrangig um die musik, sondern um das, was sie für uns waren. nur wenige kilometer von mir entfernt im „zonenrandgebiet“ aufgewachsen, waren texte über die langeweile in der provinz und sich unverstanden fühlen genau das, was ich hören wollte. ich wusste sehr genau, was sie meinten und ich wusste auch, dass sie für mich mehr als nur die lokalen helden waren, die viele meiner freunde in ihnen sahen. alle hörten die bates, ob sie nun auf punk abfuhren oder nicht. schon aus lokalpatriotischen gründen wahrscheinlich.
bei mir war das etwas anders. ich erinnere mich noch sehr genau, welchen eindruck sie bei mir hinterließen und was ich auf die beine stellte, um sie sehen zu können. nächtliche ausflüge mit heimlich aus dem fenster klettern, pechschwarz geschminkten augen und viel älteren jungs ... wie rebellisch ich mir damals vorkam, wenn ich in der ersten reihe beim pogo mitmischen konnte. keine ahnung, wie oft wir nachts ins „portrait“ getrampt sind, um mit zimbl & co. zu feiern. aber sehr oft. und sehr heimlich.
meine begeisterung für die bates war schon vor dem deal mit virgin und vor allem vor „billie jean“ geschichte. aber ich erinnere ich mich an viele durchzechte nächte, endlose diskussionen auf dem zerschlissenen sofa im „portrait“, konzerte, bei denen ich grundsätzlich backstage herumlungerte und den jungs das bier wegsoff, wie meine freunde mich deswegen wahlweise beneideten oder verständnislos den kopf schüttelten und dass die bates mir jahre später mit „independent love song“ den soundtrack zu einer sehr merkwürdigen, aber für mich entscheidenden zeit geliefert haben und wie sehr ich diesen song noch heute liebe.
das alles (und ein paar entscheidende dinge mehr) wird mir niemand nehmen. genauso wenig wie das tröstliche gefühl, mich auf meine eigene weise von ihm verabschiedet zu haben.
in den zahlreichen nachrufen für zimbl hab ich etwas gefunden, das ich so nur unterschreiben kann: „in nordhessen und im südlichen westfalen waren die bates mehr. es war die band, zu deren songs man sich als braver gymnasiast anfang der 90er durch die pubertät rebellierte, das erste dosenbier stach und skateboards shredderte, weil man zu dämlich für die tricks aus den videos war. und es war die band, mit dessen leadsänger man jahre später vor dem auftritt in einen fluß kotzte.“
völlig richtig. bei den bates ging es nicht vorrangig um die musik, sondern um das, was sie für uns waren. nur wenige kilometer von mir entfernt im „zonenrandgebiet“ aufgewachsen, waren texte über die langeweile in der provinz und sich unverstanden fühlen genau das, was ich hören wollte. ich wusste sehr genau, was sie meinten und ich wusste auch, dass sie für mich mehr als nur die lokalen helden waren, die viele meiner freunde in ihnen sahen. alle hörten die bates, ob sie nun auf punk abfuhren oder nicht. schon aus lokalpatriotischen gründen wahrscheinlich.
bei mir war das etwas anders. ich erinnere mich noch sehr genau, welchen eindruck sie bei mir hinterließen und was ich auf die beine stellte, um sie sehen zu können. nächtliche ausflüge mit heimlich aus dem fenster klettern, pechschwarz geschminkten augen und viel älteren jungs ... wie rebellisch ich mir damals vorkam, wenn ich in der ersten reihe beim pogo mitmischen konnte. keine ahnung, wie oft wir nachts ins „portrait“ getrampt sind, um mit zimbl & co. zu feiern. aber sehr oft. und sehr heimlich.
meine begeisterung für die bates war schon vor dem deal mit virgin und vor allem vor „billie jean“ geschichte. aber ich erinnere ich mich an viele durchzechte nächte, endlose diskussionen auf dem zerschlissenen sofa im „portrait“, konzerte, bei denen ich grundsätzlich backstage herumlungerte und den jungs das bier wegsoff, wie meine freunde mich deswegen wahlweise beneideten oder verständnislos den kopf schüttelten und dass die bates mir jahre später mit „independent love song“ den soundtrack zu einer sehr merkwürdigen, aber für mich entscheidenden zeit geliefert haben und wie sehr ich diesen song noch heute liebe.
das alles (und ein paar entscheidende dinge mehr) wird mir niemand nehmen. genauso wenig wie das tröstliche gefühl, mich auf meine eigene weise von ihm verabschiedet zu haben.
Freitag, Juni 30, 2006
thx

du warst der grund für so vieles …
mein allererster und persönlicher punkrock-held, der grund, wieso ich überhaupt punk sein wollte. du hast mir beigebracht, dass man sich an keine konventionen halten muss und einem die meinung anderer völlig egal sein kann. du warst der beste beweis, dass es einen ausweg aus dem provinzkaff gibt und damit das vorbild für viele von uns.
ich kann nicht behaupten, dass ich dich gut gekannt hätte, aber ich hatte die chance, einen blick hinter die fassade zu werfen. und das ist ein verdammt guter grund dich und dein ansteckendes lachen zu vermissen.
REST IN PEACE ...
REST IN PEACE ...
"feeling all alone - waiting for a ring on the telephon
and all the bottles are empty now - and your picture is broken
i won't get up anymore - my place is here down on the floor
no i won't get up anymore - and your picture is broken
so much time to lose - nothing left to choose
i like to change it - yes i do
but your picture is broken"
Donnerstag, Juni 29, 2006
t. t. n.
you're always ahead of the game
i drag behind
you never get caught in the rain
when i'm drenched to the bone every time
you're the first one to swim across the seine
i lag behind
you're always ahead of the game
while i drag behind
i drag behind
i drag behind
i drag behind
i drag behind
you're always ahead of the pack
i drag behind
you possess every trait that i lack
by coincidence or by design
you're the monkey i got on my back
that tells me to shine
you're always ahead of the pack
while i drag behind
i drag behind
i drag behind
i drag behind
i drag behind
i drag behind
i drag behind
i drag behind
i drag behind
you're always ahead of the rest
when i'm always on time
you got a's on your algebra tests
i failed and they kept me behind
i just gotta get off my chest
that i think you're divine
you're always ahead of the rest
while i drag behind
i drag behind
i drag behind
i drag behind
i drag behind
i drag behind
i drag behind
i drag behind
i drag behind
... you know WHO YOU ARE ;-)
i drag behind
you never get caught in the rain
when i'm drenched to the bone every time
you're the first one to swim across the seine
i lag behind
you're always ahead of the game
while i drag behind
i drag behind
i drag behind
i drag behind
i drag behind
you're always ahead of the pack
i drag behind
you possess every trait that i lack
by coincidence or by design
you're the monkey i got on my back
that tells me to shine
you're always ahead of the pack
while i drag behind
i drag behind
i drag behind
i drag behind
i drag behind
i drag behind
i drag behind
i drag behind
i drag behind
you're always ahead of the rest
when i'm always on time
you got a's on your algebra tests
i failed and they kept me behind
i just gotta get off my chest
that i think you're divine
you're always ahead of the rest
while i drag behind
i drag behind
i drag behind
i drag behind
i drag behind
i drag behind
i drag behind
i drag behind
i drag behind
... you know WHO YOU ARE ;-)
Mittwoch, Juni 28, 2006
meds
„meds“ stand nicht ganz oben auf meiner must-have-liste und es ist weder das erste noch das letzte mal, dass ich an dieser stelle von einer platte schwärme, die ich nicht mehr aus dem player nehmen möchte. aber placebo ist was besonderes.
so besonders, dass ich die situationen, in denen ich sie höre, bewusst und allein bestimmen will, damit ich mich später nicht bei „follow the cops back home“ oder „infra red“ an einen menschen/eine situation/eine banalität erinnern muss, die diesem seltsamen gefühl im bauch nicht gerecht werden. nie im leben!
aber placebo hören, während ich nachts auf einer leeren autobahn unterwegs bin, ist derart großartig, dass ich dieses gefühl am liebsten konservieren würde. oder zumindest aufschreiben, damit ich mich bis an mein lebensende daran erinnern kann.
meist habe ich das bedürfnis, meine begeisterung mit irgendwem zu teilen. ich tue es allerdings nie. und ich habe gründe dafür. gute gründe. was zum beispiel, wenn derjenige die songs nicht mag oder – noch schlimmer – sie nicht so zu würdigen weiß, wie sie es verdient hätten? was, wenn er nicht aufmerksam genug zugehört oder den text nicht verstanden hat? ich möchte immer, dass mein gegenüber versteht, was mir diese musik bedeutet und vergesse darüber, dass das niemals funktionieren wird. für niemanden wird „in the cold light of morning“ jemals dasselbe bedeuten wie für mich und niemand wird aus ähnlichen gründen bei „blind“ tränen in den augen haben.
diese emotionen gehören exklusiv mir und ich bin sicher, dass ich selbst inmitten tausender menschen seeeehr allein sein kann, will und werde, wenn brian molko „pierrot the clown“ singt.
so besonders, dass ich die situationen, in denen ich sie höre, bewusst und allein bestimmen will, damit ich mich später nicht bei „follow the cops back home“ oder „infra red“ an einen menschen/eine situation/eine banalität erinnern muss, die diesem seltsamen gefühl im bauch nicht gerecht werden. nie im leben!
aber placebo hören, während ich nachts auf einer leeren autobahn unterwegs bin, ist derart großartig, dass ich dieses gefühl am liebsten konservieren würde. oder zumindest aufschreiben, damit ich mich bis an mein lebensende daran erinnern kann.
meist habe ich das bedürfnis, meine begeisterung mit irgendwem zu teilen. ich tue es allerdings nie. und ich habe gründe dafür. gute gründe. was zum beispiel, wenn derjenige die songs nicht mag oder – noch schlimmer – sie nicht so zu würdigen weiß, wie sie es verdient hätten? was, wenn er nicht aufmerksam genug zugehört oder den text nicht verstanden hat? ich möchte immer, dass mein gegenüber versteht, was mir diese musik bedeutet und vergesse darüber, dass das niemals funktionieren wird. für niemanden wird „in the cold light of morning“ jemals dasselbe bedeuten wie für mich und niemand wird aus ähnlichen gründen bei „blind“ tränen in den augen haben.
diese emotionen gehören exklusiv mir und ich bin sicher, dass ich selbst inmitten tausender menschen seeeehr allein sein kann, will und werde, wenn brian molko „pierrot the clown“ singt.
Samstag, Juni 17, 2006
tonight tonight
time is never time at all
you can never ever leave without leaving a piece of youth
and our lives are forever changed
we will never be the same
the more you change the less you feel
believe, believe in me, believe
that life can change, that you're not stuck in vain
we're not the same, we're different tonight
tonight, so bright
tonight
and you know you're never sure
but you're sure you could be right
if you held yourself up to the light
and the embers never fade in your city by the lake
the place where you were born
believe, believe in me, believe
in the resolute urgency of now
and if you believe there's not a chance tonight
tonight, so bright tonight
we'll crucify the insincere tonight
we'll make things right, we'll feel it all tonight
we'll find a way to offer up the night tonight
the indescribable moments of your life tonight
the impossible is possible tonight
believe in me as i believe in you, tonight
... "tonight" war in dem fall eine nacht mit einer auswahl der songs, die einen zu tränen rühren. dieser gehört für mich seitdem dazu.
you can never ever leave without leaving a piece of youth
and our lives are forever changed
we will never be the same
the more you change the less you feel
believe, believe in me, believe
that life can change, that you're not stuck in vain
we're not the same, we're different tonight
tonight, so bright
tonight
and you know you're never sure
but you're sure you could be right
if you held yourself up to the light
and the embers never fade in your city by the lake
the place where you were born
believe, believe in me, believe
in the resolute urgency of now
and if you believe there's not a chance tonight
tonight, so bright tonight
we'll crucify the insincere tonight
we'll make things right, we'll feel it all tonight
we'll find a way to offer up the night tonight
the indescribable moments of your life tonight
the impossible is possible tonight
believe in me as i believe in you, tonight
... "tonight" war in dem fall eine nacht mit einer auswahl der songs, die einen zu tränen rühren. dieser gehört für mich seitdem dazu.
Samstag, Mai 20, 2006
sometimes it's better to give in
schlaflose nächte: 2
neue piercings: 1
gerauchte zigaretten: 27
unruhig auf dem stuhl hin und hergerutschte stunden: 11
wiederholungen von „my blue heaven“: 29
blicke auf’s handydisplay: 20 122
email-account log-in’s: 34
“ist dir eigentlich noch zu helfen?”-gedanken: 3 mio
ungläubiges kopfschütteln pro minute: 60x
gelesene horoskope: 14
neue piercings: 1
gerauchte zigaretten: 27
unruhig auf dem stuhl hin und hergerutschte stunden: 11
wiederholungen von „my blue heaven“: 29
blicke auf’s handydisplay: 20 122
email-account log-in’s: 34
“ist dir eigentlich noch zu helfen?”-gedanken: 3 mio
ungläubiges kopfschütteln pro minute: 60x
gelesene horoskope: 14
Dienstag, Mai 09, 2006
achterbahn mit spaßbremse
ganz im ernst: achterbahn fahren ist ein kindergeburtstag gegen das, was mit mir gerade so passiert. nicht nur, dass ich zeitweise keine ahnung habe, wo oben oder unten ist, ich verliere die orientierung meist im gleichen moment wieder, in dem ich glaube, sie gefunden zu haben. langweilig geht ganz klar anders.
womit ich gar nicht behaupten möchte, dass ich mich bewusst für irgendwas entscheiden würde, das mein leben auf den kopf stellt, nein, das entscheidet wer anders für mich. wer genau das jetzt ist, entzieht sich meiner kenntnis, ist mir eigentlich aber auch herzlich egal. fest steht nur, dass da jemand verdammt viele überraschungen für mich versteckt hat. ich fühle mich ein bisschen wie ein kleinkind vor seinem adventskalender. keine ahnung, was sich hinter dem nächsten türchen verbirgt, aber genau das ist der grund, wieso ich morgens schon mit einer unbestimmten vorfreude und neugier die augen aufschlage.
ich habe dauernd das gefühl, rennen zu müssen, um bloß nichts zu verpassen. und das schöne daran: ich hab eine gute freundin, der es genauso geht. vielleicht schütteln freunde inzwischen die köpfe über uns und denken „spinnen die jetzt komplett?“, was man im übrigen wohl mit einem klaren JA beantworten müsste, aber ... who cares? man lebt – wenn man nicht gerade james bond ist – nur einmal und wieso sollten wir auch nur eine einzige kostbare sekunde davon verschwenden und uns über die meinung anderer gedanken machen?
wenn ich darüber nachdenke, wie eine freundin neben ihrem ... ähem... „freund“ auf der rückfahrt von dortmund im bus gepennt hat, während ich mit ein paar jungs gefeiert habe, frage ich mich schon, wer da wohl mehr spaß hatte. und das, wo es sonst immer SIE war, die lauthals singend im gang stand und geflirtet hat bis zum umfallen. jetzt kassiere ich von ihr für das gleiche verhalten nur ein kopfschütteln und kaum verhohlenes unverständnis. oder ist es neid?
eine andere freundin hält mir vor, dass ich mich aufführe wie ein verliebter teenager. ja, na und? ist es meine schuld, dass sie seit gefühlten hundert jahren niemanden mehr getroffen hat, in den sie sich spontan hätte verknallen können? wohl kaum. und wieso sollte ich mich dafür entschuldigen, dass in meinem leben was passiert, während ihres in immer gleichen bahnen vor sich hinplätschert, weil sie lieber die füße hochlegt statt den arsch hoch zu kriegen?
mag ja sein, dass ich im augenblick in meiner euphorie schwer zu ertragen bin, aber mir geht’s so gut wie schon lange nicht mehr und ich glaube, dass ich das verdient habe. auch wenn es gemein klingt: ich kann gerade niemanden brauchen, der mich stoppt oder darauf hinweist, dass ich nichts und niemanden wirklich ernst nehme. das hab ich viel zu lange getan und jetzt gerade passt das nicht in meinem – nicht vorhandenen – plan. abgesehen davon ist es ja vorhersehbar, dass dieser höhenflug nicht ewig dauern wird und schon allein deswegen werde ich mir bestimmt nicht die laune vermiesen lassen. nicht von leuten, für die inzwischen ein gemütlicher abend vorm fernseher der inbegriff des abenteuers ist und die sich schon wild und gefährlich finden, wenn sie nachts ohne brille zum zigarettenautomaten fahren.
ich hoffe allerdings, es wird mich irgendwer davon abhalten, mir das wort „rebellion“ auf die stirn tätowieren zu lassen ;-)
womit ich gar nicht behaupten möchte, dass ich mich bewusst für irgendwas entscheiden würde, das mein leben auf den kopf stellt, nein, das entscheidet wer anders für mich. wer genau das jetzt ist, entzieht sich meiner kenntnis, ist mir eigentlich aber auch herzlich egal. fest steht nur, dass da jemand verdammt viele überraschungen für mich versteckt hat. ich fühle mich ein bisschen wie ein kleinkind vor seinem adventskalender. keine ahnung, was sich hinter dem nächsten türchen verbirgt, aber genau das ist der grund, wieso ich morgens schon mit einer unbestimmten vorfreude und neugier die augen aufschlage.
ich habe dauernd das gefühl, rennen zu müssen, um bloß nichts zu verpassen. und das schöne daran: ich hab eine gute freundin, der es genauso geht. vielleicht schütteln freunde inzwischen die köpfe über uns und denken „spinnen die jetzt komplett?“, was man im übrigen wohl mit einem klaren JA beantworten müsste, aber ... who cares? man lebt – wenn man nicht gerade james bond ist – nur einmal und wieso sollten wir auch nur eine einzige kostbare sekunde davon verschwenden und uns über die meinung anderer gedanken machen?
wenn ich darüber nachdenke, wie eine freundin neben ihrem ... ähem... „freund“ auf der rückfahrt von dortmund im bus gepennt hat, während ich mit ein paar jungs gefeiert habe, frage ich mich schon, wer da wohl mehr spaß hatte. und das, wo es sonst immer SIE war, die lauthals singend im gang stand und geflirtet hat bis zum umfallen. jetzt kassiere ich von ihr für das gleiche verhalten nur ein kopfschütteln und kaum verhohlenes unverständnis. oder ist es neid?
eine andere freundin hält mir vor, dass ich mich aufführe wie ein verliebter teenager. ja, na und? ist es meine schuld, dass sie seit gefühlten hundert jahren niemanden mehr getroffen hat, in den sie sich spontan hätte verknallen können? wohl kaum. und wieso sollte ich mich dafür entschuldigen, dass in meinem leben was passiert, während ihres in immer gleichen bahnen vor sich hinplätschert, weil sie lieber die füße hochlegt statt den arsch hoch zu kriegen?
mag ja sein, dass ich im augenblick in meiner euphorie schwer zu ertragen bin, aber mir geht’s so gut wie schon lange nicht mehr und ich glaube, dass ich das verdient habe. auch wenn es gemein klingt: ich kann gerade niemanden brauchen, der mich stoppt oder darauf hinweist, dass ich nichts und niemanden wirklich ernst nehme. das hab ich viel zu lange getan und jetzt gerade passt das nicht in meinem – nicht vorhandenen – plan. abgesehen davon ist es ja vorhersehbar, dass dieser höhenflug nicht ewig dauern wird und schon allein deswegen werde ich mir bestimmt nicht die laune vermiesen lassen. nicht von leuten, für die inzwischen ein gemütlicher abend vorm fernseher der inbegriff des abenteuers ist und die sich schon wild und gefährlich finden, wenn sie nachts ohne brille zum zigarettenautomaten fahren.
ich hoffe allerdings, es wird mich irgendwer davon abhalten, mir das wort „rebellion“ auf die stirn tätowieren zu lassen ;-)
Freitag, Mai 05, 2006
always love???
alte freunde wiederzusehen ist die eine sache, dem ex in die augen sehen zu müssen, dagegen eine völlig andere. nicht dass wir uns missverstehen, ich will ihn nicht zurück und ich habe gute gründe dafür, ein merkwürdiges gefühl ist es trotzdem.
da standen wir uns also gegenüber und wussten nichts zu sagen. vor allem wahrscheinlich weil uns klar war, dass alle uns beobachteten, jeder war gespannt, wie wir miteinander umgehen würden. und publikum ist bestimmt das letzte, was man in dieser situation braucht.
wir sind uns dann etwas später zufällig draußen über den weg gelaufen. „ich hätte dich zur begrüßung gern umarmt!“, „ja, ich dich auch!“. also HABEN wir uns umarmt. länger als es für eine begrüßung notwendig gewesen wäre und lange genug, um damit auch ohne worte sagen zu können „ich hab dich vermisst!“.
dass ich ihn tatsächlich vermisst habe, habe ich an diesem abend mehr als ein mal festgestellt. jede geste, jedes lachen, die art und weise wie er redet, wie er die stirn in falten zieht, wenn er mit irgendwas nicht einverstanden ist, das fast unmerkliche zwinkern in den augen, wenn ein song lief, der in unserer gemeinsamen vergangenheit eine rollte spielte ... das war mir alles so vertraut als hätten wir uns erst letzte woche gesehen.
„wenn man jemanden mal geliebt hat, bleibt ihm der platz im herzen wahrscheinlich für immer!“ sagte meine beste freundin irgendwann später zu mir und ich schätze, treffender hätte man es nicht beschreiben können.
dass er am nächsten abend demonstrativ sicherheitsabstand zu mir gehalten hat, weiß ich dagegen weniger gut einzuordnen. hatte er angst, dass ich irgendwas an seinem verhalten falsch verstehen könnte? hat er gedacht, ich mache mir irgendwelche hoffnungen? und kann ich die letzte frage tatsächlich kategorisch mit „nein“ beantworten? ich kann es nicht. aber das hat überhaupt nichts damit zu tun, dass ich wieder mit ihm zusammen sein wollte, sondern einfach damit, dass ich selten jemanden getroffen habe, mit dem ich so gern befreundet wäre, weil er mich versteht und kennt wie sonst nur wenige.
dass wir in der realität niemals so eng befreundet sein werden, steht allerdings völlig außer frage. wir sind beide anderweitig verliebt und damit ist ganz sicher kein platz für vergangene liebe. auch wenn ich das im augenblick vielleicht gern so hätte.
je länger ich darüber nachdenke, desto klarer wird mir aber auch, was ich alles verpasst hätte, wären wir heute noch zusammen. in der ersten zeit ohne ihn war ganz bestimmt nichts einfach und ich habe lange gebraucht, um allein klar zu kommen, aber: wie viele chancen haben sich mir danach geboten, wie viele neue dinge habe ich kennengelernt, wie gut und richtig scheint alles zu sein was ich heute habe und bin. aber hätte ich irgendwas davon vermisst, wenn es nicht so gewesen wäre? wäre das mit uns anders gelaufen, wenn wir uns fünf jahre später getroffen hätten? und wäre DAS wirklich das leben gewesen, das ich führen wollte? vermisse ich gar nicht ihn, sondern nur wie es damals war?
ich will mir diese fragen nicht stellen, ich kann sie auch gar nicht beantworten und abgesehen davon ist es ja auch müßig, über die vergangenheit zu philosophieren. ich hätte nur nicht gedacht, dass ich dermaßen hart in meinen alltag crashen würde. und vor allem hatte ich nicht erwartet, dass ich plötzlich alles, was mir wichtig ist, in frage stellen würde. nicht wegen einem einzigen wochenende und schon gar nicht wegen emotionen, die ich nicht zwischen sentimentalität und echten gefühlen einordnen kann.
da standen wir uns also gegenüber und wussten nichts zu sagen. vor allem wahrscheinlich weil uns klar war, dass alle uns beobachteten, jeder war gespannt, wie wir miteinander umgehen würden. und publikum ist bestimmt das letzte, was man in dieser situation braucht.
wir sind uns dann etwas später zufällig draußen über den weg gelaufen. „ich hätte dich zur begrüßung gern umarmt!“, „ja, ich dich auch!“. also HABEN wir uns umarmt. länger als es für eine begrüßung notwendig gewesen wäre und lange genug, um damit auch ohne worte sagen zu können „ich hab dich vermisst!“.
dass ich ihn tatsächlich vermisst habe, habe ich an diesem abend mehr als ein mal festgestellt. jede geste, jedes lachen, die art und weise wie er redet, wie er die stirn in falten zieht, wenn er mit irgendwas nicht einverstanden ist, das fast unmerkliche zwinkern in den augen, wenn ein song lief, der in unserer gemeinsamen vergangenheit eine rollte spielte ... das war mir alles so vertraut als hätten wir uns erst letzte woche gesehen.
„wenn man jemanden mal geliebt hat, bleibt ihm der platz im herzen wahrscheinlich für immer!“ sagte meine beste freundin irgendwann später zu mir und ich schätze, treffender hätte man es nicht beschreiben können.
dass er am nächsten abend demonstrativ sicherheitsabstand zu mir gehalten hat, weiß ich dagegen weniger gut einzuordnen. hatte er angst, dass ich irgendwas an seinem verhalten falsch verstehen könnte? hat er gedacht, ich mache mir irgendwelche hoffnungen? und kann ich die letzte frage tatsächlich kategorisch mit „nein“ beantworten? ich kann es nicht. aber das hat überhaupt nichts damit zu tun, dass ich wieder mit ihm zusammen sein wollte, sondern einfach damit, dass ich selten jemanden getroffen habe, mit dem ich so gern befreundet wäre, weil er mich versteht und kennt wie sonst nur wenige.
dass wir in der realität niemals so eng befreundet sein werden, steht allerdings völlig außer frage. wir sind beide anderweitig verliebt und damit ist ganz sicher kein platz für vergangene liebe. auch wenn ich das im augenblick vielleicht gern so hätte.
je länger ich darüber nachdenke, desto klarer wird mir aber auch, was ich alles verpasst hätte, wären wir heute noch zusammen. in der ersten zeit ohne ihn war ganz bestimmt nichts einfach und ich habe lange gebraucht, um allein klar zu kommen, aber: wie viele chancen haben sich mir danach geboten, wie viele neue dinge habe ich kennengelernt, wie gut und richtig scheint alles zu sein was ich heute habe und bin. aber hätte ich irgendwas davon vermisst, wenn es nicht so gewesen wäre? wäre das mit uns anders gelaufen, wenn wir uns fünf jahre später getroffen hätten? und wäre DAS wirklich das leben gewesen, das ich führen wollte? vermisse ich gar nicht ihn, sondern nur wie es damals war?
ich will mir diese fragen nicht stellen, ich kann sie auch gar nicht beantworten und abgesehen davon ist es ja auch müßig, über die vergangenheit zu philosophieren. ich hätte nur nicht gedacht, dass ich dermaßen hart in meinen alltag crashen würde. und vor allem hatte ich nicht erwartet, dass ich plötzlich alles, was mir wichtig ist, in frage stellen würde. nicht wegen einem einzigen wochenende und schon gar nicht wegen emotionen, die ich nicht zwischen sentimentalität und echten gefühlen einordnen kann.
the story so far
mir war ja klar, dass dieses wochenende mich tiefer in meine vergangenheit katapultieren würde, als mir so lieb sein konnte, aber ich wollte diese fete unbedingt und unter allen umständen. und bei allen nebenwirkungen war das auf jeden fall die beste idee, die wir je hatten. ALLE waren da, ob nun aus münchen, heidelberg, erfurt, frankfurt, offenbach oder einfach nur aus der umgebung von hersfeld angereist. niemand hat sich dieses event entgehen lassen und allen war schon nach zwei minuten klar, dass sich nichts – aber auch gar nichts – geändert hat. vielleicht sind wir alle älter geworden, vielleicht haben wir die unterschiedlichsten wege eingeschlagen und vielleicht waren – laut gästebucheintrag – „die mädels früher knackiger und die jungs trinkfester“, aber das entscheidende war das abschließende „immer noch zusammen“ und das bewusstsein, dass unserer freundschaft weder räumliche noch ideologische entfernung etwas anhaben können.
für die paar stunden waren wir kellerkinder und sonst nichts.
so gesehen war der katzenjammer vorprogrammiert, als nach vier tagen harter arbeit und drei durchfeierten nächten alles vorbei war. die weltuntergangsstimmung hat mich auf dem weg nach hause derart heftig erwischt, dass ich am liebsten geheult hätte. da hilft dann auch die stimme der vernunft herzlich wenig, die ständig sagt: „aber schatz, das war die ausnahme! selbst wenn du wieder in hersfeld wohnen würdest, wäre nichts wie früher! jeder verabschiedet sich wieder in sein leben und du solltest das besser auch tun.“
aber mal im ernst: wer will das nach drei tagen mit den besten freunden??? eben.
für die paar stunden waren wir kellerkinder und sonst nichts.
so gesehen war der katzenjammer vorprogrammiert, als nach vier tagen harter arbeit und drei durchfeierten nächten alles vorbei war. die weltuntergangsstimmung hat mich auf dem weg nach hause derart heftig erwischt, dass ich am liebsten geheult hätte. da hilft dann auch die stimme der vernunft herzlich wenig, die ständig sagt: „aber schatz, das war die ausnahme! selbst wenn du wieder in hersfeld wohnen würdest, wäre nichts wie früher! jeder verabschiedet sich wieder in sein leben und du solltest das besser auch tun.“
aber mal im ernst: wer will das nach drei tagen mit den besten freunden??? eben.
Mittwoch, Mai 03, 2006
radio days ...
do you still remember
all those summer-nights?
do you still remember
how we committed stereocide?
do you still remember
the lines to our favorite songs
do you still remember
all those plans we had
the dreams we shared
what we did and never dared?
i know that you still care
our brains came last
and mouths came first
we gave our best
for what it´s worth
i wish we could
go back to the days
back to the days
back to the radio days
do you still remember
stepping out of line?
do you still remember
that time was on our side?
do you still remember
the bonds and "let´s be friends"
do you still remember
the radio days
please take me there
back to the days
all those summer-nights?
do you still remember
how we committed stereocide?
do you still remember
the lines to our favorite songs
do you still remember
all those plans we had
the dreams we shared
what we did and never dared?
i know that you still care
our brains came last
and mouths came first
we gave our best
for what it´s worth
i wish we could
go back to the days
back to the days
back to the radio days
do you still remember
stepping out of line?
do you still remember
that time was on our side?
do you still remember
the bonds and "let´s be friends"
do you still remember
the radio days
please take me there
back to the days
Montag, April 24, 2006
remember. whatever.
remember. whatever
it seems like forever ago
the regrets are useless, in my mind
he's in my head
i must confess, the regrets are useless
he's in my head
from so long ago and in the darkest night
if my memory serves me right
i'll never turn back time
forgetting you but not the time
it seems like forever ago
the regrets are useless, in my mind
he's in my head
i must confess, the regrets are useless
he's in my head
from so long ago and in the darkest night
if my memory serves me right
i'll never turn back time
forgetting you but not the time
Donnerstag, April 20, 2006
louder now.
wie wiele male hintereinander darf man einen song eigentlich hören, ehe es bedenklich für den geisteszustand wird? wie oft muss man einen videoclip sehen, bis man ihn träumt? wieso kann man manche texte schon nach dem dritten durchgang komplett auswendig? weshalb brennt sich eine melodie so ins hirn, dass man sie nicht mehr los wird? und überhaupt... warum passiert das immer mir???
noch acht tage bis zur albumveröffentlichung. acht endlose tage, an denen ich morgens beim aufstehen, beim zähne putzen, beim kochen, im auto, im büro, während der zigarettenpause, beim einkaufen, beim telefonieren oder chatten und auch sonst in jeder einzelnen sekunde „makedamnsure“ von taking back sunday vor mich hinsumme. oder singe. was nicht nur für mich, sondern vor allem für meine mitmenschen fatal ist, denn ich kann nicht singen. und ich weiß das. ich kann nur nichts dagegen tun. ich bekomme diesen song nicht aus dem kopf. mal davon abgesehen, dass ich das ja auch gar nicht will.
und es ist mir auch herzlich egal, dass meine kollegin nur noch den kopf schüttelt, nachdem sie mich zum fünften mal innerhalb einer stunde dabei erwischt hat, wie ich mir das video angesehen habe. rechnet man das auf neun stunden arbeitszeit hoch ... na ja. stutzig macht mich daran nur, dass sie das spöttisch mit „na, hase ... mal wieder in den sänger verschossen?“ kommentiert. bin ich gar nicht, aber ich kann ihr ja auch schlecht sagen, dass ich mich in den song verknallt hab, oder?
gibt es eigentlich ärzte mit couch für sowas? oder zumindest selbsthilfegruppen?
„hallo, mein name ist mella und ich bin musiksüchtig.“
noch acht tage bis zur albumveröffentlichung. acht endlose tage, an denen ich morgens beim aufstehen, beim zähne putzen, beim kochen, im auto, im büro, während der zigarettenpause, beim einkaufen, beim telefonieren oder chatten und auch sonst in jeder einzelnen sekunde „makedamnsure“ von taking back sunday vor mich hinsumme. oder singe. was nicht nur für mich, sondern vor allem für meine mitmenschen fatal ist, denn ich kann nicht singen. und ich weiß das. ich kann nur nichts dagegen tun. ich bekomme diesen song nicht aus dem kopf. mal davon abgesehen, dass ich das ja auch gar nicht will.
und es ist mir auch herzlich egal, dass meine kollegin nur noch den kopf schüttelt, nachdem sie mich zum fünften mal innerhalb einer stunde dabei erwischt hat, wie ich mir das video angesehen habe. rechnet man das auf neun stunden arbeitszeit hoch ... na ja. stutzig macht mich daran nur, dass sie das spöttisch mit „na, hase ... mal wieder in den sänger verschossen?“ kommentiert. bin ich gar nicht, aber ich kann ihr ja auch schlecht sagen, dass ich mich in den song verknallt hab, oder?
gibt es eigentlich ärzte mit couch für sowas? oder zumindest selbsthilfegruppen?
„hallo, mein name ist mella und ich bin musiksüchtig.“
Dienstag, April 18, 2006
makedamnsure
youve got this new head filled up with smoke
i got my veins all tangled close
to those jukebox bars you frequent
they're the safest place to hide
a long night spent with your most obvious weakness
you start shaking at the thought
you are everything i want
because you are everything i'm not
we lay together
just not too close
how close is close enough?
i just want to break you down so badly...
in the morning
my inarticulate
store bought
hangover hobby kit talks
it says you oh you
you are so cool
(i trip over everything you say)
scissor shaped across the bed
you are red (violent red)
you hollow out my hungry eyes
i bite my tongue, i take my time
and i'm going to make damn sure that you cant ever leave
you wont ever get too far from me
you wont ever get too far from me
you wont ever get too far from me
you wont ever get too far from me
you wont ever get too far
i got my veins all tangled close
to those jukebox bars you frequent
they're the safest place to hide
a long night spent with your most obvious weakness
you start shaking at the thought
you are everything i want
because you are everything i'm not
we lay together
just not too close
how close is close enough?
i just want to break you down so badly...
in the morning
my inarticulate
store bought
hangover hobby kit talks
it says you oh you
you are so cool
(i trip over everything you say)
scissor shaped across the bed
you are red (violent red)
you hollow out my hungry eyes
i bite my tongue, i take my time
and i'm going to make damn sure that you cant ever leave
you wont ever get too far from me
you wont ever get too far from me
you wont ever get too far from me
you wont ever get too far from me
you wont ever get too far
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