Samstag, Januar 31, 2009
the racing rat.
das stöbern in online-communities fördert ja durchaus menschen zu tage, die man lange nicht gesehen hat. unter umständen trifft man allerdings auch auf leute, an die man lieber nicht erinnert worden wäre.
in meiner „freundesliste“ befinden sich – bis auf einen - alle männer, die in meinem leben jemals eine rolle gespielt haben. ich treffe keinen von ihnen besonders oft, aber WENN wir uns sehen, ist es immer gut und richtig. mit dem einen mehr (arm in arm an der theke stehen, über früher reden, sich kaputtlachen und im morgengrauen – mit dem segen der aktuellen freundin - zu dem song tanzen, der irgendwann mal „unser lied“ war), mit dem anderen etwas weniger (begrüßungsumarmung, nicht über früher reden, sondern über jetzt, auch lachen, aber nicht SO, und trotzdem eine distanz wahren, die dem, was wir sind – ein ex-paar nämlich – irgendwie gerecht wird).
heute bin ich beim stöbern über den mittelstürmer gestolpert, der (mir) noch gefehlt hat. bezeichnenderweise auf dem profil des freundes, der uns damals verkuppelt hat. wenn auch eher aus versehen.
der stürmer ist der einzige, den ich seitdem nie wieder gesehen habe. wenn ich ehrlich bin, habe ich nicht mal besonders oft an ihn gedacht. ich war auch erst sicher, dass er das wirklich war, als ich das foto von seiner abschlussklasse gesehen hatte, denn DAS war der kerl, in den ich damals verliebt war. blond, unfassbar blaue augen, das umwerfendste lächeln und der coolste typ von allen mit seinem blind guardian-shirt und dem schwarz-weiß karierten hemd. er war schon damals der große star seiner fußballmannschaft, ich stand bei seinen spielen am spielfeldrand und wurde nach jedem tor theatralisch geküsst.
wir verbrachten unsere wochenenden in der kneipe mit dem schlechtesten ruf der ganzen stadt, dort, wo sich die punks und metal-freaks trafen, wo es immer nach gras roch, man sich weder um sperrstunden noch um anzeigen wegen nächtlicher ruhestörung kümmerte und jack daniels nicht gläser- sondern flaschenweise ausgeschenkt wurde.
der stürmer stellte mir die menschen vor, die ich nur aus der ferne kannte, mit denen ich aber unbedingt befreundet sein wollte, weil sie waren wie ich. und ein bisschen auch deswegen, weil man für die aufgedonnerten disco-tussis schon als wild und gefährlich galt, wenn sie erfuhren, wo und mit wem man sein wochenende verbracht hatte. ich war stolz, wenn sie angewidert die nasen rümpften, weil das meinen "underground-status" ja nur untermauerte.
exakt sieben wochen hat es gedauert, bis ich die rosarote brille abnehmen und klar sehen konnte: der stürmer war ein langweiler.
während ich samstagabend in besagter kneipe über die stränge schlug, wollte der stürmer spätestens um halb zwei nach hause, weil er ja sonntags fußball spielen und dafür fit sein musste. er ist aus lauter pflichtbewusstsein auch immer gegangen. meist eben ohne mich.
ein weiteres handicap für die junge liebe war die tatsache, dass ich der ausbildung wegen in einer anderen stadt lebte und wir uns nur am wochenende sehen konnten. nun sollte man meinen, dass ein telefongespräch die geografische entfernung ein bisschen überbrücken könnte. hätte es theoretisch bestimmt auch, aber der stürmer wohnte noch bei seinen eltern und durfte pro tag nicht länger als 15 minuten telefonieren. was mir, die ich, obwohl zwei jahre jünger als er, allein in dieser neuen stadt war, auf eigenen, wenn auch zeitweise recht wackligen füßen stand und niemanden in der nähe hatte, der mich hätte kontrollieren können, einigermaßen schockierte. ich fand es erschreckend, dass er sich so gängeln ließ, dass er sich den regeln beugte, statt dagegen zu rebellieren. das stand in einem so krassen gegensatz zu seinem image.
apropos image: sein größtes hobby nach dem fußball war das züchten von guppys. etwas langweiligeres konnte (und kann) ich mir beim besten willen nicht vorstellen. und ich kann mit sicherheit sagen, dass ich während der gerade so akzeptierten 15 minuten telefonat alles mögliche von ihm hören wollte, ganz bestimmt aber nicht, wie viele kleine guppys da gerade durchs aquarium schwommen.
letzten endes war er es, der die beziehung beendet hat. ICH war nicht die freundin, die seine eltern sich für ihn gewünscht haben und ER war nicht der freund, den ich mir für mich gewünscht habe. so gesehen war diese trennung völlig okay.
er lächelt noch immer sehr umwerfend, wie ich auf den aktuellen fotos sehen kann. aber er ist definitiv derjenige, der am wenigsten spuren hinterlassen hat. selbst wenn er mir das tor zu einer welt geöffnet hat, in der ich mich bis heute sehr zu hause fühle. aber es ist MEIN zu hause, seins ist es nie wirklich gewesen.
in meiner „freundesliste“ befinden sich – bis auf einen - alle männer, die in meinem leben jemals eine rolle gespielt haben. ich treffe keinen von ihnen besonders oft, aber WENN wir uns sehen, ist es immer gut und richtig. mit dem einen mehr (arm in arm an der theke stehen, über früher reden, sich kaputtlachen und im morgengrauen – mit dem segen der aktuellen freundin - zu dem song tanzen, der irgendwann mal „unser lied“ war), mit dem anderen etwas weniger (begrüßungsumarmung, nicht über früher reden, sondern über jetzt, auch lachen, aber nicht SO, und trotzdem eine distanz wahren, die dem, was wir sind – ein ex-paar nämlich – irgendwie gerecht wird).
heute bin ich beim stöbern über den mittelstürmer gestolpert, der (mir) noch gefehlt hat. bezeichnenderweise auf dem profil des freundes, der uns damals verkuppelt hat. wenn auch eher aus versehen.
der stürmer ist der einzige, den ich seitdem nie wieder gesehen habe. wenn ich ehrlich bin, habe ich nicht mal besonders oft an ihn gedacht. ich war auch erst sicher, dass er das wirklich war, als ich das foto von seiner abschlussklasse gesehen hatte, denn DAS war der kerl, in den ich damals verliebt war. blond, unfassbar blaue augen, das umwerfendste lächeln und der coolste typ von allen mit seinem blind guardian-shirt und dem schwarz-weiß karierten hemd. er war schon damals der große star seiner fußballmannschaft, ich stand bei seinen spielen am spielfeldrand und wurde nach jedem tor theatralisch geküsst.
wir verbrachten unsere wochenenden in der kneipe mit dem schlechtesten ruf der ganzen stadt, dort, wo sich die punks und metal-freaks trafen, wo es immer nach gras roch, man sich weder um sperrstunden noch um anzeigen wegen nächtlicher ruhestörung kümmerte und jack daniels nicht gläser- sondern flaschenweise ausgeschenkt wurde.
der stürmer stellte mir die menschen vor, die ich nur aus der ferne kannte, mit denen ich aber unbedingt befreundet sein wollte, weil sie waren wie ich. und ein bisschen auch deswegen, weil man für die aufgedonnerten disco-tussis schon als wild und gefährlich galt, wenn sie erfuhren, wo und mit wem man sein wochenende verbracht hatte. ich war stolz, wenn sie angewidert die nasen rümpften, weil das meinen "underground-status" ja nur untermauerte.
exakt sieben wochen hat es gedauert, bis ich die rosarote brille abnehmen und klar sehen konnte: der stürmer war ein langweiler.
während ich samstagabend in besagter kneipe über die stränge schlug, wollte der stürmer spätestens um halb zwei nach hause, weil er ja sonntags fußball spielen und dafür fit sein musste. er ist aus lauter pflichtbewusstsein auch immer gegangen. meist eben ohne mich.
ein weiteres handicap für die junge liebe war die tatsache, dass ich der ausbildung wegen in einer anderen stadt lebte und wir uns nur am wochenende sehen konnten. nun sollte man meinen, dass ein telefongespräch die geografische entfernung ein bisschen überbrücken könnte. hätte es theoretisch bestimmt auch, aber der stürmer wohnte noch bei seinen eltern und durfte pro tag nicht länger als 15 minuten telefonieren. was mir, die ich, obwohl zwei jahre jünger als er, allein in dieser neuen stadt war, auf eigenen, wenn auch zeitweise recht wackligen füßen stand und niemanden in der nähe hatte, der mich hätte kontrollieren können, einigermaßen schockierte. ich fand es erschreckend, dass er sich so gängeln ließ, dass er sich den regeln beugte, statt dagegen zu rebellieren. das stand in einem so krassen gegensatz zu seinem image.
apropos image: sein größtes hobby nach dem fußball war das züchten von guppys. etwas langweiligeres konnte (und kann) ich mir beim besten willen nicht vorstellen. und ich kann mit sicherheit sagen, dass ich während der gerade so akzeptierten 15 minuten telefonat alles mögliche von ihm hören wollte, ganz bestimmt aber nicht, wie viele kleine guppys da gerade durchs aquarium schwommen.
letzten endes war er es, der die beziehung beendet hat. ICH war nicht die freundin, die seine eltern sich für ihn gewünscht haben und ER war nicht der freund, den ich mir für mich gewünscht habe. so gesehen war diese trennung völlig okay.
er lächelt noch immer sehr umwerfend, wie ich auf den aktuellen fotos sehen kann. aber er ist definitiv derjenige, der am wenigsten spuren hinterlassen hat. selbst wenn er mir das tor zu einer welt geöffnet hat, in der ich mich bis heute sehr zu hause fühle. aber es ist MEIN zu hause, seins ist es nie wirklich gewesen.
Mittwoch, Januar 28, 2009
i hope it's gonna make you notice someone like me.
Kings of Leon - Use Somebody
"und jetzt sag mir bitte, dass ich nicht bescheuert bin, weil der song mir bereits nach 35 sekunden komplett das herz gebrochen hat!!!"
"und jetzt sag mir bitte, dass ich nicht bescheuert bin, weil der song mir bereits nach 35 sekunden komplett das herz gebrochen hat!!!"
Freitag, Januar 23, 2009
twenty.four.hours.
nach einer woche kzh ist mir sooo langweilig, dass ich mich unbedingt beschäftigen musste. zur not eben auch damit.
die dreißig am häufigst gespielten bands auflisten und folgende fragen beantworten:
1. Wie bist du zu 29 gekommen?
samiam… danke, mr. wie-ging-nochmal-geduld.
2. Welches war der erste Song, den du von 22 gehört hast?
bright eyes… “lover i don’t have to love”.
3. Wie viele Alben von 13 besitzt du?
ramones... drei, glaube ich.
4. Was ist dein Lieblings-Song von 5?
green day… „jesus of surburbia“. aus gründen.
5. Was ist dein Lieblings-Song von 15?
twilight singers… „the killer“.
6. Macht dich ein Song von 6 glücklich?
tomte… „geigen bei wonderful world“. natürlich.
7. Was ist dein Lieblings-Song von 10?
elliott smith… alle???
8. Welche gute Erinnerung hast du, die mit 30 zu tun hat?
hot water music... „turnstile“. mai 2008. ein zu tränen rührender männerfreundschaftsbeweis.
9. Macht dich ein Song von 19 glücklich?
blackmail... glücklich??? hm. "the good part" vielleicht. irgendwie.
10. Wie oft hast du 26 live gesehen?
oasis… werde ich zum ersten mal im sommer in irland.
11. Welches war der erste Song, den du von 23 gehört hast?
coldplay… „yellow“ wahrscheinlich.
12. Welches ist dein Lieblings-Album von 11?
jupiter jones… „raum um raum“.
13. Wer ist dein Lieblings-Mitglied von 1?
muff potter… pffft…
14. Hast du 14 jemals live gesehen?
foo fighters… nein. nie.
15. Welche gute Erinnerung hast du, die mit 27 zu tun hat?
rancid… guido ;-)
16. Was ist dein Lieblings-Song von 16?
nada surf… „see these bones“.
17. Welches ist dein Lieblings-Album von 18?
maximo park… our earthly pleasures.
18. Was ist dein Lieblings-Song von 21?
donots… „room with a view“. hellyeah.
19. Welches war der erste Song, den du von 25 gehört hast?
morrisey… „first of the gang to die“.
20. Welches ist dein Lieblings-Album von 2?
beatsteaks… 48/49launchedlivingtargetssmacksmashlimbomessiahkanonenaufspatzen.
21. Was ist dein Lieblings-Song von 3?
the weakerthans… „left & leaving“. da musste ich während des konzertes ernsthaft um fassung ringen.
22. Was ist dein Lieblings-Song von 8?
jimmy eat world... “for me this is heaven“.
23. Wie oft hast du 17 live gesehen?
editors… nie.
24. Welches ist der schlechteste Song von 12?
the clash… haben keine schlechten songs gemacht. nicht einen einzigen.
25. Welches war der erste Song, den du von 28 gehört hast?
incubus… “megalomaniac”.
26. Welches ist dein Lieblings-Album von 7?
placebo… “black market music”. glaube ich.
27. Was ist dein Lieblings-Song von 24?
midtown… „knew it all along“.
28. Macht dich ein Song von 9 glücklich?
the doors… mal ehrlich, die musik der doors macht ganz sicher einiges, glücklich aber bestimmt nicht.
29. Welches ist dein Lieblings-Album von 4?
kettcar… du und wieviel von deinen freunden.
30. Wie viele Alben von 20 besitzt du?
the cardigans… zwei. oder. drei.
die dreißig am häufigst gespielten bands auflisten und folgende fragen beantworten:
1. Wie bist du zu 29 gekommen?
samiam… danke, mr. wie-ging-nochmal-geduld.
2. Welches war der erste Song, den du von 22 gehört hast?
bright eyes… “lover i don’t have to love”.
3. Wie viele Alben von 13 besitzt du?
ramones... drei, glaube ich.
4. Was ist dein Lieblings-Song von 5?
green day… „jesus of surburbia“. aus gründen.
5. Was ist dein Lieblings-Song von 15?
twilight singers… „the killer“.
6. Macht dich ein Song von 6 glücklich?
tomte… „geigen bei wonderful world“. natürlich.
7. Was ist dein Lieblings-Song von 10?
elliott smith… alle???
8. Welche gute Erinnerung hast du, die mit 30 zu tun hat?
hot water music... „turnstile“. mai 2008. ein zu tränen rührender männerfreundschaftsbeweis.
9. Macht dich ein Song von 19 glücklich?
blackmail... glücklich??? hm. "the good part" vielleicht. irgendwie.
10. Wie oft hast du 26 live gesehen?
oasis… werde ich zum ersten mal im sommer in irland.
11. Welches war der erste Song, den du von 23 gehört hast?
coldplay… „yellow“ wahrscheinlich.
12. Welches ist dein Lieblings-Album von 11?
jupiter jones… „raum um raum“.
13. Wer ist dein Lieblings-Mitglied von 1?
muff potter… pffft…
14. Hast du 14 jemals live gesehen?
foo fighters… nein. nie.
15. Welche gute Erinnerung hast du, die mit 27 zu tun hat?
rancid… guido ;-)
16. Was ist dein Lieblings-Song von 16?
nada surf… „see these bones“.
17. Welches ist dein Lieblings-Album von 18?
maximo park… our earthly pleasures.
18. Was ist dein Lieblings-Song von 21?
donots… „room with a view“. hellyeah.
19. Welches war der erste Song, den du von 25 gehört hast?
morrisey… „first of the gang to die“.
20. Welches ist dein Lieblings-Album von 2?
beatsteaks… 48/49launchedlivingtargetssmacksmashlimbomessiahkanonenaufspatzen.
21. Was ist dein Lieblings-Song von 3?
the weakerthans… „left & leaving“. da musste ich während des konzertes ernsthaft um fassung ringen.
22. Was ist dein Lieblings-Song von 8?
jimmy eat world... “for me this is heaven“.
23. Wie oft hast du 17 live gesehen?
editors… nie.
24. Welches ist der schlechteste Song von 12?
the clash… haben keine schlechten songs gemacht. nicht einen einzigen.
25. Welches war der erste Song, den du von 28 gehört hast?
incubus… “megalomaniac”.
26. Welches ist dein Lieblings-Album von 7?
placebo… “black market music”. glaube ich.
27. Was ist dein Lieblings-Song von 24?
midtown… „knew it all along“.
28. Macht dich ein Song von 9 glücklich?
the doors… mal ehrlich, die musik der doors macht ganz sicher einiges, glücklich aber bestimmt nicht.
29. Welches ist dein Lieblings-Album von 4?
kettcar… du und wieviel von deinen freunden.
30. Wie viele Alben von 20 besitzt du?
the cardigans… zwei. oder. drei.
Montag, Januar 19, 2009
Montag, Januar 12, 2009
is it too late to call and tell you to be strong?
everytime you point your finger
three more point right back at you
i'm not sayin' that there's something wrong with life
cuz that's a sad excuse
and age old game of rat and mouse
chasin' us from house to house
i'm not sayin' that there's something wrong with you
it's wrong with me as well
are you alive?
amigone
(miracles gone wrong)
is it too late to call and tell you to be strong?
are you alive?
amigone
(miracles gone wrong)
was the poison in our blood there all along?
amigone
heavenly intoxication
love's been marred by medication
ain't it funny how a life can take a turn
when the end is near
are you alive?
amigone
(miracles gone wrong)
is it too late to call and tell you to be strong?
are you alive?
amigone
(miracles gone wrong)
is it too late to face the truth that it was wrong?
amigone
i'm not sayin' that it's nothin'
i ain't gonna play along
i ain't wishin' for a miracle
that miracle's gone wrong
and you're too strong
are you alive?
amigone
(miracles gone wrong)
is it too late to call and tell you to be strong?
are you alive?
amigone
(miracles gone wrong)
was the poison in our blood there all along?
amigone
was tun, wenn man genau weiß, dass jemand hilfe braucht, sich aber keinesfalls helfen lassen will? was, wenn er einem das mehr als deutlich zu verstehen gegeben hat? mit der eindringlichen bitte, sich rauszuhalten, weil er es sonst nicht schafft? was, wenn ich trotzdem die einzige bin, die glaubt, etwas tun zu können?
wann - verdammt nochmal - ist das passiert?
Samstag, Januar 10, 2009
Freitag, Januar 09, 2009
cold as ice.
bei klirrender kälte und strahlend blauem himmel im angrenzenden park durch den schnee zu stapfen, den schal bis zur nasenspitze hochgezogen, ist wirklich toll.
weniger toll ist, dass wir das nicht (nur) aus spaß tun. denn seit anfang der woche ist "komm, wir gehen mal in den park zum aufwärmen!" der running gag in der kompletten abteilung. wir sitzen bei kuscheligen 18 grad im büro, wahlweise eine wolldecke über den knien oder eine wärmflasche im rücken und schnattern uns einen ab.
aber... wenn wir aus dem park zurück sind, ist uns für zehn minuten warm. besser als nichts.
weniger toll ist, dass wir das nicht (nur) aus spaß tun. denn seit anfang der woche ist "komm, wir gehen mal in den park zum aufwärmen!" der running gag in der kompletten abteilung. wir sitzen bei kuscheligen 18 grad im büro, wahlweise eine wolldecke über den knien oder eine wärmflasche im rücken und schnattern uns einen ab.
aber... wenn wir aus dem park zurück sind, ist uns für zehn minuten warm. besser als nichts.
Sonntag, Januar 04, 2009
fake for real.
"wir machen noch immer nichts besser. nur anders. früher haben wir billigen weißherbst aus pappbechern getrunken, jetzt saufen wir teuren rotwein aus kristallgläsern. am ergebnis ändert das nichts. es sieht nur so aus als hätten wir mehr stil."
sonntagnachmittagsphilosophie a la little miss sunshine.
sonntagnachmittagsphilosophie a la little miss sunshine.
Freitag, Januar 02, 2009
no sleep till brooklyn.
pläne schmieden ist ein guter, vielleicht sogar sehr guter einstieg ins neue jahr. und nachdem sich meine auswanderungsgedanken mit dem neuen job vorerst in wohlgefallen aufgelöst haben, muss ich mein fernweh anderweitig stillen. und selbst wenn ich meine pläne nicht in diesem jahr umsetzen werde, ist das egal, denn das ziel meiner sehnsüchte heißt schon seit vielen jahren new york. daran wird sich auch nichts ändern.
ich weiß, dass der besuch dort unter umständen ein ständiges deja-vu sein wird, einfach weil man alles schon mal gesehen hat. in filmen, auf fotos. alles wird mir bekannt vorkommen, obwohl ich noch nie dort war. aber es MUSS sein.
vielleicht ist ein städtetrip nicht ganz das, was andere sich unter urlaub vorstellen, aber ich liebe es, städte zu erkunden. und new york ist DIE stadt.
ich will durch greenwich village schlendern, wo mark twain, jack kerouac und bob dylan gelebt haben, die christopher street besichtigen, in coney island achterbahn fahren, am dakota und den strawberry fields „imagine“ singen, die brooklyn bridge zu fuß überqueren, von der staten island ferry aus auf die skyline blicken, im battery park herumlungern, am times square die neonreklamen bestaunen, das „feast of san gennaro“ in little italy besuchen und in eine parade in chinatown, vom „top of the rock“ das empire state building und den ausblick auf die stadt genießen, bei macy’s und bloomingdales shoppen, im waldorf astoria auf den spuren von john cusack fahrstuhl fahren, den charging bull an der wall street sehen, window shoppen auf der 5th avenue, einen sonnenuntergang vom empire state building aus erleben, ich will die gusseisernen fassaden in soho sehen, den meatpacking district, die queensboro bridge, sehen, wo das legendäre cbgb war, das guggenheim museum, das moma, mit tränen in den augen das tribute wtc visitor center am ground zero betreten, mit der seilbahn zum roosevelt island fahren, mit dem helikopter über manhattan fliegen, auf den spuren von walt whitman und truman capote und arthur miller durch brooklyn heights bummeln, ich will auf einer feuertreppe „moon river“ vor mich hinsummen, das wohnhaus von edgar allan poe besichtigen, ein spiel im yankee stadium besuchen und wenn ich dann schon in der bronx bin, auch in den zoo, über den campus der columbia wandern, bei eileen in little italy cheesecake essen, in den punkrockläden im east village stöbern und den duft vergangener rebellion schnuppern, das apollo theatre sehen, ein konzert in der carnegie hall und eine oper in der met besuchen und die „rockettes“ in der radio city music hall tanzen sehen, mir am pier 17 am south street seaport den wind um die nase wehen lassen, am rockaway beach joey ramone gedenken, die weltkugel unisphere im flushing meadows corona park bestaunen, unter der doug und carrie im vorspann zu „king of queens“ immer herumalbern, auf dem greenmarket am union square herumstöbern, über die park avenue flanieren und die schicken stadtvillen bestaunen, ich möchte an den brownstone-gebäuden entlang schlendern und durch die atemberaubenden betonschluchten dieser riesigen stadt.
ich will ALLES. und zu jeder jahreszeit. im frühling, wenn die bäume im central park blühen, im sommer, wenn die ganze stadt glühend heiß ist, im herbst, wenn der central park sich in ein rot-goldenes meer verwandelt und im winter, wenn die stadt im kitsch ertrinkt und im glanz von tausend lichtern erstrahlt.
das auf hochglanz polierte new york interessiert mich nicht besonders, ich mag das schmuddelige, wenig perfekte, das von graffitis übersähte, das bunte new york, das, was die wenigsten touristen sehen wollen. natürlich werde auch ich an den typischen hot spots nicht vorbeikommen, aber darum geht es mir nicht. ich will das new york hinter den kulissen. das ungeschminkte.
wie viele andere menschen bilde ich mir ein, eine besondere verbindung zu dieser stadt zu haben. sobald ich fotos vom big apple sehe, klopft mein herz ein bisschen schneller. und ich fürchte, dass diese stadt es mir unmöglich machen wird, sie wieder zu verlassen, habe ich sie erst mal betreten.
ja... klischee. aber ich war noch verdammt klein, als ich diesen song in mamas wohnzimmer mit der haarbürste als mikro zum besten gegeben habe. ich habe ihn geliebt, als ich nicht mal wusste, wo new york überhaupt liegt. er war für mich die erste begegnung mit dieser stadt und er wird für immer der soundtrack dazu sein. nicht nur für mich.
ich weiß, dass der besuch dort unter umständen ein ständiges deja-vu sein wird, einfach weil man alles schon mal gesehen hat. in filmen, auf fotos. alles wird mir bekannt vorkommen, obwohl ich noch nie dort war. aber es MUSS sein.
vielleicht ist ein städtetrip nicht ganz das, was andere sich unter urlaub vorstellen, aber ich liebe es, städte zu erkunden. und new york ist DIE stadt.
ich will durch greenwich village schlendern, wo mark twain, jack kerouac und bob dylan gelebt haben, die christopher street besichtigen, in coney island achterbahn fahren, am dakota und den strawberry fields „imagine“ singen, die brooklyn bridge zu fuß überqueren, von der staten island ferry aus auf die skyline blicken, im battery park herumlungern, am times square die neonreklamen bestaunen, das „feast of san gennaro“ in little italy besuchen und in eine parade in chinatown, vom „top of the rock“ das empire state building und den ausblick auf die stadt genießen, bei macy’s und bloomingdales shoppen, im waldorf astoria auf den spuren von john cusack fahrstuhl fahren, den charging bull an der wall street sehen, window shoppen auf der 5th avenue, einen sonnenuntergang vom empire state building aus erleben, ich will die gusseisernen fassaden in soho sehen, den meatpacking district, die queensboro bridge, sehen, wo das legendäre cbgb war, das guggenheim museum, das moma, mit tränen in den augen das tribute wtc visitor center am ground zero betreten, mit der seilbahn zum roosevelt island fahren, mit dem helikopter über manhattan fliegen, auf den spuren von walt whitman und truman capote und arthur miller durch brooklyn heights bummeln, ich will auf einer feuertreppe „moon river“ vor mich hinsummen, das wohnhaus von edgar allan poe besichtigen, ein spiel im yankee stadium besuchen und wenn ich dann schon in der bronx bin, auch in den zoo, über den campus der columbia wandern, bei eileen in little italy cheesecake essen, in den punkrockläden im east village stöbern und den duft vergangener rebellion schnuppern, das apollo theatre sehen, ein konzert in der carnegie hall und eine oper in der met besuchen und die „rockettes“ in der radio city music hall tanzen sehen, mir am pier 17 am south street seaport den wind um die nase wehen lassen, am rockaway beach joey ramone gedenken, die weltkugel unisphere im flushing meadows corona park bestaunen, unter der doug und carrie im vorspann zu „king of queens“ immer herumalbern, auf dem greenmarket am union square herumstöbern, über die park avenue flanieren und die schicken stadtvillen bestaunen, ich möchte an den brownstone-gebäuden entlang schlendern und durch die atemberaubenden betonschluchten dieser riesigen stadt.
ich will ALLES. und zu jeder jahreszeit. im frühling, wenn die bäume im central park blühen, im sommer, wenn die ganze stadt glühend heiß ist, im herbst, wenn der central park sich in ein rot-goldenes meer verwandelt und im winter, wenn die stadt im kitsch ertrinkt und im glanz von tausend lichtern erstrahlt.
das auf hochglanz polierte new york interessiert mich nicht besonders, ich mag das schmuddelige, wenig perfekte, das von graffitis übersähte, das bunte new york, das, was die wenigsten touristen sehen wollen. natürlich werde auch ich an den typischen hot spots nicht vorbeikommen, aber darum geht es mir nicht. ich will das new york hinter den kulissen. das ungeschminkte.
wie viele andere menschen bilde ich mir ein, eine besondere verbindung zu dieser stadt zu haben. sobald ich fotos vom big apple sehe, klopft mein herz ein bisschen schneller. und ich fürchte, dass diese stadt es mir unmöglich machen wird, sie wieder zu verlassen, habe ich sie erst mal betreten.
ja... klischee. aber ich war noch verdammt klein, als ich diesen song in mamas wohnzimmer mit der haarbürste als mikro zum besten gegeben habe. ich habe ihn geliebt, als ich nicht mal wusste, wo new york überhaupt liegt. er war für mich die erste begegnung mit dieser stadt und er wird für immer der soundtrack dazu sein. nicht nur für mich.
Mittwoch, Dezember 31, 2008
oh fuck. und danke.
"das war ein gutes jahr
und wer jetzt glücklich ist, wird es lange sein
und die frau auf die du dich beziehst, strahlt wie ein stern und hält alles an
die korrekturen sind gemacht
und wie heißt es so schön
ein neuer tag ersteht und ich bin wach
ich habe eine ahnung, dass du an mich glaubst
wenn es blutet, können wir es heilen
doch plötzlich denkst du an alles
auf der ganzen Welt
und es kommt dir so vor, dass es dir alles in allem mehr als gut gefällt
wir machen klar wie das hier endet und wie alles wird
und alles was du brauchst findest du bei mir
nichts ist so schön auf der welt, wie betrunken traurige musik zu hören
wir machen klar wie das hier endet und wie alles wird
und alles was du brauchst findest du bei mir
findest du bei mir."
das WAR ein gutes jahr. das beste vielleicht.
Samstag, Dezember 27, 2008
easy living.
trotz der tatsache, dass ich an zwei von drei weihnachtstagen arbeiten musste, hatte ich ein sehr schönes fest. in meiner familie gibt es diesen weihnachtsstress nicht, jeder steuert seinen teil zum großen ganzen bei, es wird gemeinsam gekocht, damit nicht alles an einer person hängen bleibt, es gibt keine großen geschenke, sondern nur kleinigkeiten. für uns geht es einfach darum, zeit miteinander zu verbringen und über gott und die welt zu reden, weil das sonst aufgrund von arbeitszeiten und entfernung viel zu oft auf der strecke bleibt. wir haben neue deutsche und natürlich alte tschechische märchenfilme gesehen, „do they know it’s christmas“ in dauerschleife gehört, mamas backkünste bejubelt und wegen einer kaffeemaschine tränen gelacht.
vorrangig für die weihnachtliche stimmung zuständig waren aber weder spekulatius noch weihnachtsbaum, sondern viel eher die tatsache, dass sich jemand mit sehr schönen worten für meine überraschung bedankt und mich so daran erinnert hat, wie glücklich es macht, jemand anderem eine freude zu machen.
glücklich war ich auch gestern abend beim alljährlichen zweiten-weihnachtsfeiertag-pflichtprogramm. es ist inzwischen ein heiliges ritual, dass wir uns am 26. dezember versammeln und der wahrscheinlich besten glamrock-coverband europas zujubeln.
unsere stammplätze befinden sich keine drei meter von der bühne entfernt auf einer bank, hoch über den köpfen des restlichen publikums und auf augenhöhe mit der band. folgerichtig dauerte es auch keine dreißig sekunden bis der sänger uns bemerkte und freudestrahlend begrüßte. nach drei liedern tropfte der schweiß von der decke, das publikum tobte und mein grinsen wollte überhaupt nicht mehr verschwinden. es ist einfach zu schön zu sehen, wieviel spaß die band hat und wie der funke auf die menge überspringt.
ich weiß nicht, wie oft ich diese herren schon live gesehen habe, oft genug jedenfalls, um vor konzerten kurz mit den musikern zu plauschen und danach zusammen das ein oder andere bier zu trinken. und der sänger weiß inzwischen, dass ich jeden songtext beherrsche. gestern habe ich mir den zorn des „fanclubs“ in der ersten reihe zugezogen, eben weil ich mit dem sänger auf augenhöhe war, er meine textsicherheit kennt und komplette songs in meine richtung gesungen hat. was mir nach dem auftritt süffisante kommentare der sorte "da geht doch was!“ eingebracht hat. ich habe nichts dazu gesagt. dass wir das spielchen mit dem ansingen übertrieben haben, will ich gar nicht abstreiten, dass es mir spaß gemacht hat, so ungeniert zu flirten, auch nicht, aber mal ehrlich... soll ich mich dafür entschuldigen, dass ich einen schönen abend mit einigen sehr besonderen momenten hatte?
und vielleicht ging da tatsächlich was.
vorrangig für die weihnachtliche stimmung zuständig waren aber weder spekulatius noch weihnachtsbaum, sondern viel eher die tatsache, dass sich jemand mit sehr schönen worten für meine überraschung bedankt und mich so daran erinnert hat, wie glücklich es macht, jemand anderem eine freude zu machen.
glücklich war ich auch gestern abend beim alljährlichen zweiten-weihnachtsfeiertag-pflichtprogramm. es ist inzwischen ein heiliges ritual, dass wir uns am 26. dezember versammeln und der wahrscheinlich besten glamrock-coverband europas zujubeln.
unsere stammplätze befinden sich keine drei meter von der bühne entfernt auf einer bank, hoch über den köpfen des restlichen publikums und auf augenhöhe mit der band. folgerichtig dauerte es auch keine dreißig sekunden bis der sänger uns bemerkte und freudestrahlend begrüßte. nach drei liedern tropfte der schweiß von der decke, das publikum tobte und mein grinsen wollte überhaupt nicht mehr verschwinden. es ist einfach zu schön zu sehen, wieviel spaß die band hat und wie der funke auf die menge überspringt.
ich weiß nicht, wie oft ich diese herren schon live gesehen habe, oft genug jedenfalls, um vor konzerten kurz mit den musikern zu plauschen und danach zusammen das ein oder andere bier zu trinken. und der sänger weiß inzwischen, dass ich jeden songtext beherrsche. gestern habe ich mir den zorn des „fanclubs“ in der ersten reihe zugezogen, eben weil ich mit dem sänger auf augenhöhe war, er meine textsicherheit kennt und komplette songs in meine richtung gesungen hat. was mir nach dem auftritt süffisante kommentare der sorte "da geht doch was!“ eingebracht hat. ich habe nichts dazu gesagt. dass wir das spielchen mit dem ansingen übertrieben haben, will ich gar nicht abstreiten, dass es mir spaß gemacht hat, so ungeniert zu flirten, auch nicht, aber mal ehrlich... soll ich mich dafür entschuldigen, dass ich einen schönen abend mit einigen sehr besonderen momenten hatte?
und vielleicht ging da tatsächlich was.
Mittwoch, Dezember 24, 2008
throw your arms around the world at christmas time.
hach... ich weiß auch nicht, aber ich bin plötzlich so sentimental.
Dienstag, Dezember 23, 2008
it's all related.
was für ein schönes gefühl es ist, jemandem zum lächeln gebracht zu haben...
deswegen mag ich weihnachten. nicht weil ich was geschenkt bekomme.
deswegen mag ich weihnachten. nicht weil ich was geschenkt bekomme.
take a run at the sun.
Vorherrschendes Gefühl für 2009?
vorfreude.
2008 zum ersten Mal getan?
eine internetbekanntschaft im richtigen leben getroffen.
2008 nach langer Zeit wieder getan?
eine prüfung bestanden.
Wort des Jahres?
hellyeah.
Stadt des Jahres?
berlin.
Alkoholexzesse?
ähm... na jaaaaaaaaaa…
Davon gekotzt?
nie.
Haare länger oder kürzer?
sehr viel kürzer.
Mehr ausgegeben oder weniger?
mehr.
Höchste Handyrechnung?
knapp 85 euro. scheiß auslandsgespräche.
Krankenhausbesuche?
zählt „freundin in die notaufnahme bringen“? okay, dann: keiner.
Verliebt?
unglücklicherweise.
Getränk des Jahres?
rotwein.
Essen des Jahres?
hm...
Most called persons?
tobi.
Die schönste Zeit verbracht mit?
tobi.
Die meiste Zeit verbracht mit?
tobi.
Song des Jahres?
wenn schon nur einer, dann „no rubber tired vehicles beyond this point“ – chuck ragan /nagel.
CD des Jahres?
der soundtrack zu den besten momenten kam meist von „kanonen auf spatzen“. einfach weil mir diese songs dauernd durch den kopf schwirr(t)en.
Buch des Jahres?
love is a mixtape. rob sheffield.
Film des Jahres?
once.
Konzert des Jahres?
jedes einzelne auf dem ich gewesen bin.
TV-Serie des Jahres?
pushing daisies.
Erkenntnis des Jahres?
yes, we can…
Beste Idee/Entscheidung des Jahres?
die weiterbildung an der akademie. mit allen konsequenzen.
Schlimmstes Ereignis?
ich kann mich an keins erinnern. ehrlich nicht.
Schönstes Ereignis?
das überraschungspaket. als a. den vorhang zur seite gezogen hat. berlin im april. "turnstile". italien im oktober. der vertrödelte nachmittag am hamburger hafen. „jekyll & hyde“. der ausflug zum maschsee. das derby. herbstidylle am herkules. die 96%. beim lesen mancher e-mails spontan tränen lachen. backstage.
2008 war mit einem Wort?
wow.
vorfreude.
2008 zum ersten Mal getan?
eine internetbekanntschaft im richtigen leben getroffen.
2008 nach langer Zeit wieder getan?
eine prüfung bestanden.
Wort des Jahres?
hellyeah.
Stadt des Jahres?
berlin.
Alkoholexzesse?
ähm... na jaaaaaaaaaa…
Davon gekotzt?
nie.
Haare länger oder kürzer?
sehr viel kürzer.
Mehr ausgegeben oder weniger?
mehr.
Höchste Handyrechnung?
knapp 85 euro. scheiß auslandsgespräche.
Krankenhausbesuche?
zählt „freundin in die notaufnahme bringen“? okay, dann: keiner.
Verliebt?
unglücklicherweise.
Getränk des Jahres?
rotwein.
Essen des Jahres?
hm...
Most called persons?
tobi.
Die schönste Zeit verbracht mit?
tobi.
Die meiste Zeit verbracht mit?
tobi.
Song des Jahres?
wenn schon nur einer, dann „no rubber tired vehicles beyond this point“ – chuck ragan /nagel.
CD des Jahres?
der soundtrack zu den besten momenten kam meist von „kanonen auf spatzen“. einfach weil mir diese songs dauernd durch den kopf schwirr(t)en.
Buch des Jahres?
love is a mixtape. rob sheffield.
Film des Jahres?
once.
Konzert des Jahres?
jedes einzelne auf dem ich gewesen bin.
TV-Serie des Jahres?
pushing daisies.
Erkenntnis des Jahres?
yes, we can…
Beste Idee/Entscheidung des Jahres?
die weiterbildung an der akademie. mit allen konsequenzen.
Schlimmstes Ereignis?
ich kann mich an keins erinnern. ehrlich nicht.
Schönstes Ereignis?
das überraschungspaket. als a. den vorhang zur seite gezogen hat. berlin im april. "turnstile". italien im oktober. der vertrödelte nachmittag am hamburger hafen. „jekyll & hyde“. der ausflug zum maschsee. das derby. herbstidylle am herkules. die 96%. beim lesen mancher e-mails spontan tränen lachen. backstage.
2008 war mit einem Wort?
wow.
Donnerstag, Dezember 18, 2008
songs for whoever.
in dieser top 100-liste bin ich über einige songs gestolpert, die ich entweder ewig nicht gehört oder aber komplett vergessen hatte. genau wie die dinge, an die sie mich erinnern.
here i go (again):
the beautiful south – song for whoever
dieser sarkasmus. großartigst. und wenn ich nagel heute über mädchennamen singen höre, fällt mir dieser song wieder ein.
green day – when i come around
green day besetzen auf jeden fall einen der vordersten plätze in meiner musikalischen sozialisation. dookie lief im sommer 94 rauf und runter, rückwärts und vorwärts, ich habe keinen schritt getan ohne diese platte und billigend in kauf genommen, dass meine freunde mich dafür gehasst haben. und auch wenn „jesus of suburbia“ und „good riddance“ definitiv highlights des konzertes waren, hab ich die ganze zeit heimlich auf „when i come around“ gewartet.
beatsteaks – hey du
die beatsteaks waren ganz klar für die besten momente dieses jahres verantwortlich. aber der grund, wieso ich dieses lied so gern mag, liegt ein paar jahre länger zurück. wir waren mit der schulklasse im theater und haben uns „linie 1“ angesehen, uns anschließend drei monate lang zitate daraus um die ohren gehauen und uns mit den namen der hauptdarsteller ansprechen lassen. und ja – das IST albern – aber das jugendliche alter entschuldigt uns für alles.
auf meinem ersten beatsteaks-konzert stand peter plötzlich allein auf der bühne, spielte diesen song und mir klappte die kinnlade bis australien. wie merkwürdig, wenn dinge, die vordergründig nichts miteinander zu tun haben, plötzlich zusammen gehören! der song taucht verlässlich immer genau dort auf, wo man ihn am wenigsten vermutet. abgesehen davon ist das video zum schreien komisch.
extreme – more than words
eine freundin hörte diesen song im radio und rannte – mit mir im schlepptau – sofort los, um sich die platte zu kaufen. im gegensatz zu mir mag sie es in sachen musik ein bisschen ruhiger und ich wusste schon als sie die platte in den händen hielt, dass sie die nicht mögen würde. das cover hätte sie misstrauisch machen müssen. hat es aber nicht. und deswegen steht die platte heute in MEINER sammlung und nicht in ihrer.
befreundet sind wir trotz aller musikalischen differenzen übrigens noch immer.
emf – unbelievable
eins von den liedern, dessen text ich mit hilfe einer jugendzeitschrift auswendig gelernt habe. so selten ich das heute auch höre, irgendwie ist es immer noch gut. oder aber deswegen.
dieser song ist der grund, wieso herr siedenbiedel gitarre spielen wollte und auch da schließt sich auf merkwürdige art und weise wieder ein kreis.
pantera – this love
einer der lieblingssongs eines bekannten fußballers mit dem mich weitaus mehr verbindet als die unverbrüchliche treue zu seinem verein und der musikgeschmack.
fanta 4 – sie ist weg
wahrscheinlich der beste song übers schluss machen den ich kenne. und es gibt eine menge toller songs zu diesem thema. aber er war aktuell, als das thema für mich aktuell war. vielleicht ist das ein scheiß-grund, aber es war auch eine scheiß-situation und ich habe immer irgendwie gehofft, dass der verantwortliche kerl unsere wohnung aus den gleichen gründen in brand stecken würde, wie michi beck es im video getan hat. hat er nicht. und es ist okay. heute.
cardigans – rise and shine
fahrtwind um die nase und die cardigans im player. dass autofahren nur so geht, habe ich von mr. wie-ging-nochmal-geduld gelernt. you’re the storm!
blackstreet – no diggity
“brennende mülltonnen musik” hat eine freundin mal abfällig gesagt. und seitdem denke ich an sie sobald dieses lied irgendwo läuft. auch wenn ich sonst nie an sie denke.
the commodores – easy
noch so ein lied das immer irgendwo wieder auftaucht. ob nun als das einzig mainstream- und radiotaugliche von faith no more oder von arnim auf einem konzert gecovert.
guns ’n roses – don’t cry
ich schätze, mit diesem song hat (m)eine ganze generation ihren liebeskummer verschlimmert. und ich war an vorderster front mit dabei.
smashing pumpkins – disarm
zum ersten mal gehört habe ich es an der arbeit. ich hatte spätschicht, saß allein im büro und die verhasste moderation spielte dieses lied. ich habe mit tränen in den augen vorm radio gekniet und angst gehabt, dass es mir das herz zerreißen würde.
the clash – london calling
irgendeine zeitschrift hat promis nach ihren lieblingsalben befragt und für charlotte roche war es “london calling”. ich habe es gekauft, weil ich dachte, dass ich es mögen würde, wenn sie es mag. für diesen tipp bin ich bis heute zutiefst dankbar. was wäre mir nicht alles entgangen!
dä – zu spät
der soundtrack zur ersten zigarrette und zum ersten bier. unvergessen die ferien bei oma und opa, das zeltlager der coolen jungs aus meiner klasse und wie opa mich beim rauchen erwischt, aber nie ein wort darüber verloren hat. ich hatte den besten opa von allen!
take that – back for good
man kann ja über take that denken was man will, aber “back for good” ist ein toller song. und nein, ich war nie eins der mädchen, die auf der tanzfläche den move von robbie williams nachgemacht hat. dazu war ich einfach schon zu alt.
prince – purple rain
kirmes eichhof, neunzehnhundertirgendwas. andy klaut mir die zigarrette bevor ich sie anzünden kann. ich kralle mich an seinem arm fest, versuche, sie zurück zu klauen, er zieht mich hinter sich her zum parkplatz, wir küssen uns, ich wähne mich am ziel aller träume. am nächsten tag ruft er mich an und sagt, dass aus uns trotz allem kein paar werden wird.
das trauma meiner jugend klingt wie prince. immer noch.
nirvana – smells like teen spirit
ich war 16 als “smells like teen spirit” zum ersten mal im radio lief und alles veränderte. seitdem habe ich ein ziemlich ungesundes faible für musiker entwickelt, deren leben auf mysteriöse weise zu ende gegangen ist, deren text aber bis heute gänsehaut verursachen.
here i go (again):
the beautiful south – song for whoever
dieser sarkasmus. großartigst. und wenn ich nagel heute über mädchennamen singen höre, fällt mir dieser song wieder ein.
green day – when i come around
green day besetzen auf jeden fall einen der vordersten plätze in meiner musikalischen sozialisation. dookie lief im sommer 94 rauf und runter, rückwärts und vorwärts, ich habe keinen schritt getan ohne diese platte und billigend in kauf genommen, dass meine freunde mich dafür gehasst haben. und auch wenn „jesus of suburbia“ und „good riddance“ definitiv highlights des konzertes waren, hab ich die ganze zeit heimlich auf „when i come around“ gewartet.
beatsteaks – hey du
die beatsteaks waren ganz klar für die besten momente dieses jahres verantwortlich. aber der grund, wieso ich dieses lied so gern mag, liegt ein paar jahre länger zurück. wir waren mit der schulklasse im theater und haben uns „linie 1“ angesehen, uns anschließend drei monate lang zitate daraus um die ohren gehauen und uns mit den namen der hauptdarsteller ansprechen lassen. und ja – das IST albern – aber das jugendliche alter entschuldigt uns für alles.
auf meinem ersten beatsteaks-konzert stand peter plötzlich allein auf der bühne, spielte diesen song und mir klappte die kinnlade bis australien. wie merkwürdig, wenn dinge, die vordergründig nichts miteinander zu tun haben, plötzlich zusammen gehören! der song taucht verlässlich immer genau dort auf, wo man ihn am wenigsten vermutet. abgesehen davon ist das video zum schreien komisch.
extreme – more than words
eine freundin hörte diesen song im radio und rannte – mit mir im schlepptau – sofort los, um sich die platte zu kaufen. im gegensatz zu mir mag sie es in sachen musik ein bisschen ruhiger und ich wusste schon als sie die platte in den händen hielt, dass sie die nicht mögen würde. das cover hätte sie misstrauisch machen müssen. hat es aber nicht. und deswegen steht die platte heute in MEINER sammlung und nicht in ihrer.
befreundet sind wir trotz aller musikalischen differenzen übrigens noch immer.
emf – unbelievable
eins von den liedern, dessen text ich mit hilfe einer jugendzeitschrift auswendig gelernt habe. so selten ich das heute auch höre, irgendwie ist es immer noch gut. oder aber deswegen.
dieser song ist der grund, wieso herr siedenbiedel gitarre spielen wollte und auch da schließt sich auf merkwürdige art und weise wieder ein kreis.
pantera – this love
einer der lieblingssongs eines bekannten fußballers mit dem mich weitaus mehr verbindet als die unverbrüchliche treue zu seinem verein und der musikgeschmack.
fanta 4 – sie ist weg
wahrscheinlich der beste song übers schluss machen den ich kenne. und es gibt eine menge toller songs zu diesem thema. aber er war aktuell, als das thema für mich aktuell war. vielleicht ist das ein scheiß-grund, aber es war auch eine scheiß-situation und ich habe immer irgendwie gehofft, dass der verantwortliche kerl unsere wohnung aus den gleichen gründen in brand stecken würde, wie michi beck es im video getan hat. hat er nicht. und es ist okay. heute.
cardigans – rise and shine
fahrtwind um die nase und die cardigans im player. dass autofahren nur so geht, habe ich von mr. wie-ging-nochmal-geduld gelernt. you’re the storm!
blackstreet – no diggity
“brennende mülltonnen musik” hat eine freundin mal abfällig gesagt. und seitdem denke ich an sie sobald dieses lied irgendwo läuft. auch wenn ich sonst nie an sie denke.
the commodores – easy
noch so ein lied das immer irgendwo wieder auftaucht. ob nun als das einzig mainstream- und radiotaugliche von faith no more oder von arnim auf einem konzert gecovert.
guns ’n roses – don’t cry
ich schätze, mit diesem song hat (m)eine ganze generation ihren liebeskummer verschlimmert. und ich war an vorderster front mit dabei.
smashing pumpkins – disarm
zum ersten mal gehört habe ich es an der arbeit. ich hatte spätschicht, saß allein im büro und die verhasste moderation spielte dieses lied. ich habe mit tränen in den augen vorm radio gekniet und angst gehabt, dass es mir das herz zerreißen würde.
the clash – london calling
irgendeine zeitschrift hat promis nach ihren lieblingsalben befragt und für charlotte roche war es “london calling”. ich habe es gekauft, weil ich dachte, dass ich es mögen würde, wenn sie es mag. für diesen tipp bin ich bis heute zutiefst dankbar. was wäre mir nicht alles entgangen!
dä – zu spät
der soundtrack zur ersten zigarrette und zum ersten bier. unvergessen die ferien bei oma und opa, das zeltlager der coolen jungs aus meiner klasse und wie opa mich beim rauchen erwischt, aber nie ein wort darüber verloren hat. ich hatte den besten opa von allen!
take that – back for good
man kann ja über take that denken was man will, aber “back for good” ist ein toller song. und nein, ich war nie eins der mädchen, die auf der tanzfläche den move von robbie williams nachgemacht hat. dazu war ich einfach schon zu alt.
prince – purple rain
kirmes eichhof, neunzehnhundertirgendwas. andy klaut mir die zigarrette bevor ich sie anzünden kann. ich kralle mich an seinem arm fest, versuche, sie zurück zu klauen, er zieht mich hinter sich her zum parkplatz, wir küssen uns, ich wähne mich am ziel aller träume. am nächsten tag ruft er mich an und sagt, dass aus uns trotz allem kein paar werden wird.
das trauma meiner jugend klingt wie prince. immer noch.
nirvana – smells like teen spirit
ich war 16 als “smells like teen spirit” zum ersten mal im radio lief und alles veränderte. seitdem habe ich ein ziemlich ungesundes faible für musiker entwickelt, deren leben auf mysteriöse weise zu ende gegangen ist, deren text aber bis heute gänsehaut verursachen.
Sonntag, Dezember 14, 2008
wie sieht's aus in hamburg?
wenn mich jemand fragt, in welcher deutschen stadt ich leben wollen würde, ist die antwort immer die gleiche und kommt auch grundsätzlich ohne den hauch eines zögerns: HAMBURG. immer. immer. immer.
es gibt nichts großartigeres, als am elbstrand zu sitzen, die nackten füße im sand, und die vorbeiziehenden schiffe zu beobachten. oder nachts mit der u3 fahren und plötzlich auf den erleuchteten hafen blicken. und dass man bei schönem wetter von der weißen fassade des atlantik so geblendet wird, dass man die hand über die augen legen muss. oder die köhlbrandbrücke zu überqueren, wenn ein riesiges containerschiff darunter durchfährt oder sie vom altonaer balkon bestaunen. die fähre nach finkenwerder. beim treppenkrämer selbstgebackenen kuchen und den grandiosen ausblick genießen. die schanzen-piazza. und die rockschuppen auf der reeperbahn. die hochherrschaftlichen villen in othmarschen, die farbigen hinterhöfe von ottensen. das „molotow“, das „grünspan“, die „große freiheit 36“, der „grüne jäger“, das „übel & gefährlich“ und zum abschluss immer pflicht: „lukullus“.
niklas maak hat hamburg in einem artikel für den „spiegel“ mal unterteilt. in das „weiße“ hamburg, das hamburg der strahlenden villen an der alster, das durch und durch hanseatische hamburg. und in das „rote“, krawallige, proletarische, anarchische hamburg. MEIN hamburg. denn auch wenn ich gern die villen an der elbchaussee bestaune und das treiben am jungernstieg, ist das schanzenviertel der ort, an dem ich am liebsten bin, wo ich mich zu hause fühle, wohin es mich immer wieder zieht. ich habe mir mehr als ein mal die nächte auf konzerten in den rockschuppen der reeperbahn um die ohren gehauen und ich habe jeden, der mir wichtig ist, dazu genötigt, mit mir nach hamburg zu fahren. einfach weil sich meine liebe zu dieser stadt von selbst erklärt, wenn wir im zug am hotel atlantik und dem rathaus vorbeifahren und ich nicht anders kann, als begeistert vor mich hin zu quietschen. und spätestens, wenn ich mit glänzenden augen die reeperbahn betrete, bedarf es keiner worte mehr. denn wenn ich „reeperbahn“ sage, meine ich etwas völlig anderes als die meisten anderen hamburg-besucher. für mich hat die reeperbahn in sachen musik eine besondere geschichte. und die hat nicht nur mit den beatles zu tun, sondern vor allem mit all den bands, die ich im laufe der zeit dort live gesehen habe. ich benutze konzerte schamlos als ausrede, um nach hamburg fahren zu können und umgekehrt sind diese konzerte großartige erinnerungen an die zeiten, die ich in dieser stadt verbracht habe.
der plan, irgendwann nach hamburg zu ziehen, existiert seit jahren. inzwischen bin ich mir allerdings nicht mehr ganz sicher, ob das tatsächlich die gute idee ist, für die ich es immer gehalten habe. denn auch wenn ich JETZT tausend dinge mit einem „lieblings“ davor habe, bin ich nicht sicher, ob das noch so sein wird, wenn ich immer dort bin, wenn all das, was diese stadt für mich besonders macht, alltag ist, wenn ich dort einen job und eine wohnung habe, wenn sich routine einschleicht. die chance, dass das alles nicht mehr so besonders sein könnte, wenn ich es immer haben kann, ist nicht gering genug, als dass ich sie ignorieren könnte. und ich weiß nicht, ob ich allen ernstes auf das wehmütige ziehen im magen verzichten möchte, das sich automatisch einstellt, wenn ich im fernsehen oder in zeitschriften bilder von hamburg sehe.
es gibt nichts großartigeres, als am elbstrand zu sitzen, die nackten füße im sand, und die vorbeiziehenden schiffe zu beobachten. oder nachts mit der u3 fahren und plötzlich auf den erleuchteten hafen blicken. und dass man bei schönem wetter von der weißen fassade des atlantik so geblendet wird, dass man die hand über die augen legen muss. oder die köhlbrandbrücke zu überqueren, wenn ein riesiges containerschiff darunter durchfährt oder sie vom altonaer balkon bestaunen. die fähre nach finkenwerder. beim treppenkrämer selbstgebackenen kuchen und den grandiosen ausblick genießen. die schanzen-piazza. und die rockschuppen auf der reeperbahn. die hochherrschaftlichen villen in othmarschen, die farbigen hinterhöfe von ottensen. das „molotow“, das „grünspan“, die „große freiheit 36“, der „grüne jäger“, das „übel & gefährlich“ und zum abschluss immer pflicht: „lukullus“.
niklas maak hat hamburg in einem artikel für den „spiegel“ mal unterteilt. in das „weiße“ hamburg, das hamburg der strahlenden villen an der alster, das durch und durch hanseatische hamburg. und in das „rote“, krawallige, proletarische, anarchische hamburg. MEIN hamburg. denn auch wenn ich gern die villen an der elbchaussee bestaune und das treiben am jungernstieg, ist das schanzenviertel der ort, an dem ich am liebsten bin, wo ich mich zu hause fühle, wohin es mich immer wieder zieht. ich habe mir mehr als ein mal die nächte auf konzerten in den rockschuppen der reeperbahn um die ohren gehauen und ich habe jeden, der mir wichtig ist, dazu genötigt, mit mir nach hamburg zu fahren. einfach weil sich meine liebe zu dieser stadt von selbst erklärt, wenn wir im zug am hotel atlantik und dem rathaus vorbeifahren und ich nicht anders kann, als begeistert vor mich hin zu quietschen. und spätestens, wenn ich mit glänzenden augen die reeperbahn betrete, bedarf es keiner worte mehr. denn wenn ich „reeperbahn“ sage, meine ich etwas völlig anderes als die meisten anderen hamburg-besucher. für mich hat die reeperbahn in sachen musik eine besondere geschichte. und die hat nicht nur mit den beatles zu tun, sondern vor allem mit all den bands, die ich im laufe der zeit dort live gesehen habe. ich benutze konzerte schamlos als ausrede, um nach hamburg fahren zu können und umgekehrt sind diese konzerte großartige erinnerungen an die zeiten, die ich in dieser stadt verbracht habe.
der plan, irgendwann nach hamburg zu ziehen, existiert seit jahren. inzwischen bin ich mir allerdings nicht mehr ganz sicher, ob das tatsächlich die gute idee ist, für die ich es immer gehalten habe. denn auch wenn ich JETZT tausend dinge mit einem „lieblings“ davor habe, bin ich nicht sicher, ob das noch so sein wird, wenn ich immer dort bin, wenn all das, was diese stadt für mich besonders macht, alltag ist, wenn ich dort einen job und eine wohnung habe, wenn sich routine einschleicht. die chance, dass das alles nicht mehr so besonders sein könnte, wenn ich es immer haben kann, ist nicht gering genug, als dass ich sie ignorieren könnte. und ich weiß nicht, ob ich allen ernstes auf das wehmütige ziehen im magen verzichten möchte, das sich automatisch einstellt, wenn ich im fernsehen oder in zeitschriften bilder von hamburg sehe.
Freitag, Dezember 12, 2008
balkon gegenüber.
wenn jemand wissen will, wie man seine liebe zu einer band in schönste worte fasst: little james kann das.
und mir bleibt nur noch "wie wahr!" zu seufzen.
und mir bleibt nur noch "wie wahr!" zu seufzen.
Donnerstag, Dezember 11, 2008
hallo endorphin.
gerade liefen im internetradio die ersten takte von „landungsbrücken raus“, ich quietsche erfreut los, die neue kollegin guckt komisch.
ich: „KETTCAR!“
sie: „was?“
ich: „kettcar. im radio. eins meiner lieblingslieder.“
sie: „aaahsooo.“ schüttelt den kopf und denkt: „die spinnt!“
aber sie kann nicht wissen, dass „landungsbrücken raus“ nicht einfach nur ein lieblingslied ist. sie kann nicht wissen, wie sehr mein herz an diesem song und der dazugehörigen stadt hängt. und erst recht kann sie nicht wissen, dass mein freudengeheul hauptsächlich damit zu tun hat, dass ich dieses lied morgen live hören werde. das hatte ich im allgemeinen büro-chaos doch tatsächlich vergessen. umso schöner, auf diese art und weise daran erinnert zu werden.
ich: „KETTCAR!“
sie: „was?“
ich: „kettcar. im radio. eins meiner lieblingslieder.“
sie: „aaahsooo.“ schüttelt den kopf und denkt: „die spinnt!“
aber sie kann nicht wissen, dass „landungsbrücken raus“ nicht einfach nur ein lieblingslied ist. sie kann nicht wissen, wie sehr mein herz an diesem song und der dazugehörigen stadt hängt. und erst recht kann sie nicht wissen, dass mein freudengeheul hauptsächlich damit zu tun hat, dass ich dieses lied morgen live hören werde. das hatte ich im allgemeinen büro-chaos doch tatsächlich vergessen. umso schöner, auf diese art und weise daran erinnert zu werden.
Mittwoch, Dezember 03, 2008
heureka.
nein, halt... falsche band. aber trotzdem richtig. also irgendwie.
denn es verleitet einen schon "heureka!" zu rufen, weil endlich offiziell ist, was schon vor wochen versehentlich ausgeplaudert wurde: der sänger der besten band der welt... nein... also doch. auch.
aber langsam und zum mitschreiben: "wo die wilden maden graben" gibt es bald zum hören. und im gegensatz zu sonst, muss man dafür nicht mal das haus verlassen. obwohl man das in diesem fall ja gern tut. weil es dort nicht nur geschichten aus dem buch, sondern auch aus dem leben gibt, weil dort nicht nur gelesen, sondern viel erzählt wird und man weiß, dass erwartungen übertroffen werden, obwohl man gar keine hatte.
muff potter sind - für mich - die beste band der welt, weil sie einen unangefochtenen spitzenplatz in der langen reihe meiner lieblingsbands haben, weil ich bei ihren texten wahlweise mit geballter faust "JA, genau!" rufen, in tränen ausbrechen oder im kreis grinsen möchte und ihre platten noch mit ins bett nehmen würde, wären sie nicht so zerbrechlich. diese band hat mir mit ihrer musik und ihrer haltung mehr als ein mal den arsch gerettet.
und nagels buch gewährt denen, die dieser band wohlgesonnen sind, einen blick hinter die kulissen, vermittelt ein kleines bisschen das gefühl, dazu zu gehören. bisher war nur denen vergönnt, ihn daraus lesen (wobei "lesen" jetzt stark untertrieben ist für das, was man auf einer seiner lesungen geboten bekommt, wer dabei war, weiß, was ich meine) zu hören, der seinen hintern aus dem haus bewegte.
jetzt also hörbuch. gelesen vom autor und - und da kommt dann wieder "die beste band der welt" ins spiel und ein bisschen licht ins dunkel meines gestammels - farin urlaub sowie... trommelwirbel... axel prahl.
und da sind sie wieder, die merkwürdigen querverbindungen zwischen den so unterschiedlichen teilen meines lebens, die alles zu einem großen ganzen zusammenfügen und mir das gefühl geben, alles richtig gemacht und gedacht zu haben.
ich möchte "hurra" schrei(b)en. oder eben "heureka".
denn es verleitet einen schon "heureka!" zu rufen, weil endlich offiziell ist, was schon vor wochen versehentlich ausgeplaudert wurde: der sänger der besten band der welt... nein... also doch. auch.
aber langsam und zum mitschreiben: "wo die wilden maden graben" gibt es bald zum hören. und im gegensatz zu sonst, muss man dafür nicht mal das haus verlassen. obwohl man das in diesem fall ja gern tut. weil es dort nicht nur geschichten aus dem buch, sondern auch aus dem leben gibt, weil dort nicht nur gelesen, sondern viel erzählt wird und man weiß, dass erwartungen übertroffen werden, obwohl man gar keine hatte.
muff potter sind - für mich - die beste band der welt, weil sie einen unangefochtenen spitzenplatz in der langen reihe meiner lieblingsbands haben, weil ich bei ihren texten wahlweise mit geballter faust "JA, genau!" rufen, in tränen ausbrechen oder im kreis grinsen möchte und ihre platten noch mit ins bett nehmen würde, wären sie nicht so zerbrechlich. diese band hat mir mit ihrer musik und ihrer haltung mehr als ein mal den arsch gerettet.
und nagels buch gewährt denen, die dieser band wohlgesonnen sind, einen blick hinter die kulissen, vermittelt ein kleines bisschen das gefühl, dazu zu gehören. bisher war nur denen vergönnt, ihn daraus lesen (wobei "lesen" jetzt stark untertrieben ist für das, was man auf einer seiner lesungen geboten bekommt, wer dabei war, weiß, was ich meine) zu hören, der seinen hintern aus dem haus bewegte.
jetzt also hörbuch. gelesen vom autor und - und da kommt dann wieder "die beste band der welt" ins spiel und ein bisschen licht ins dunkel meines gestammels - farin urlaub sowie... trommelwirbel... axel prahl.
und da sind sie wieder, die merkwürdigen querverbindungen zwischen den so unterschiedlichen teilen meines lebens, die alles zu einem großen ganzen zusammenfügen und mir das gefühl geben, alles richtig gemacht und gedacht zu haben.
ich möchte "hurra" schrei(b)en. oder eben "heureka".
Abonnieren
Posts (Atom)